Politik

Weiter Sicherheitsdienst an Kohls Grab

Archivartikel

Speyer/Mannheim. Das Grab von Altkanzler Helmut Kohl in Speyer wird weiter von einem privaten Sicherheitsdienst bewacht. Zum neuen Auftraggeber machte Julian Guthor von der Geschäftsführung der Speyerer Firma IBS GmbH am Mittwoch keine Angaben, auch zum Grund der Bewachung äußerte er sich nicht. Nach einem Medienbericht ist die Witwe Maike Kohl-Richter Auftraggeberin.

"Wir sind auf jeden Fall hier mit zwei Mann Tag und Nacht", sagte Guthor auf Anfrage. Damit ist der Dienst im Adenauer-Park genauso präsent wie vorher, als er im Auftrag der Stadt das Grab auf dem Friedhof des Domkapitels bewachte. Es ist vom Park aus zugänglich. Wie lange die Bewachung dauern soll, wisse er nicht, sagte Guthor.

Die Stadt hatte die IBS GmbH kürzlich wegen des Besucherandrangs engagiert. Als der Vertrag am Montag auslief, verzichtete die Kommune auf eine Verlängerung - auch mit Hinweis auf das angemessene Verhalten der Besucher am Grab. Derzeit schauen Mitarbeiter des kommunalen Vollzugsdienstes und Streifenbeamte mehrmals täglich dort vorbei.

In der Jesuitenkirche Mannheim wird am Samstag (15. Juli) ein Gedenkgottesdienst für den Staatsmann gefeiert. "Grund für den Gottesdienst ist die Tatsache, dass Helmut Kohl zeitlebens eng mit der Jesuitenkirche verbunden war", teilte die Sprecherin der Katholischen Kirche in Mannheim, Cordula Schuhmann, mit. Er galt als hochgeschätzter Förderer der Barockkirche. Für sein Engagement wurde er mit den Prälat-Bauer-Medaillen geehrt, der höchsten Auszeichnung des Katholischen Stadtdekanats Mannheim.

Nach Angaben des Stadtdekanats hatte Kohl in der Kirche häufig die Heilige Messe mitgefeiert, zuletzt beim 250. Weihejubiläum im Jahr 2010. Seit seinem Tod liegt auch ein Kondolenzbuch dort aus. Den Gedenkgottesdienst am Samstag um 18.00 Uhr feiert der katholische Stadtdekan Karl Jung. "Die Familie ist über diesen Gedenkgottesdienst informiert", teilte Kirchensprecherin Schuhmann mit.  (dpa/dls)