Politik

Corona Bundesinstitut erfasst wieder mehr Ansteckungen in Deutschland / Risiko durch Reiserückkehrer geht zurück

RKI warnt vor Infektionen bei Älteren

Berlin.Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist zuletzt etwas gestiegen. Das geht aus aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. So wurden dem Institut zuletzt 9128 Infektionen binnen sieben Tagen gemeldet (Datenstand 16.9. 0 Uhr). Der Wert lag – nach einem leichten Rückgang – noch Anfang September zeitweise bei unter 7500 und ist seitdem wieder nach oben geklettert.

Woran der Zuwachs liegt, ist nicht ganz klar. Die Zahl der Tests in Deutschland war zuletzt laut RKI etwas zurückgegangen. Der Anteil von Reiserückkehrern an allen Neuinfizierten hat in den vergangenen Wochen laut RKI ebenfalls stark abgenommen. „Die Infektionen finden zunehmend im Inland statt“, schreibt das RKI in seinem Lagebericht vom Dienstagabend.

Der Höhepunkt bei den Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April gelegen. Danach hat sich die Lage deutlich verbessert. Seit Ende Juli stieg die Zahl der Neuinfektionen wieder. Aktuell sterben laut RKI immer weniger der gemeldeten Corona-Fälle. „Dies liegt hauptsächlich daran, dass relativ viele junge Menschen neu diagnostiziert werden, von denen relativ wenige schwer erkranken und versterben.“ Es müsse nun insbesondere verhindert werden, dass wieder vermehrt ältere und besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen erkranken. „Seit der vergangenen Woche ist ein leichter Anstieg der Fallzahlen in den höheren Altersgruppen zu sehen, dieser Verlauf sollte aufmerksam beobachtet werden.“ Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter nach RKI-Angaben vom Mittwochmorgen 1901 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 263 663 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 16.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9368. Seit dem Vortag wurden sechs Todesfälle mehr gemeldet. Bis Mittwochmorgen hatten etwa 236 000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. 

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