Politik

Umwelt Hunderttausende Jugendliche auf der Straße

Protestwelle für mehr Klimaschutz

Archivartikel

Stockholm/Berlin.Hunderttausende überwiegend junge Menschen haben in aller Welt unmittelbar zur Europawahl ein Zeichen für den Kampf gegen die Klimakrise gesetzt. In Deutschland beteiligten sich am Freitag Zehntausende an der zweiten Auflage eines globalen „Klimastreiks“ der Bewegung „Fridays for Future“; protestiert wurde in allen Bundesländern und in mehr als 200 deutschen Städten. International sollen laut einer Liste von „Freitage für die Zukunft“ Demonstranten an 1784 Orten in 128 Ländern unterwegs gewesen sein.

In der Hamburger Innenstadt protestierten nach Polizeiangaben etwa 17 000 Menschen, laut den Veranstaltern waren es bis zu 25 000. In Berlin sprachen die Organisatoren von mehr als 15 000 Teilnehmern. In Freiburg zählte die Polizei zwischen 8000 und 10 000, in Kiel 7000, in der Studentenstadt Münster 6000. Auch in München, Frankfurt und anderen deutschen Großstädten war die Teilnehmerzahl vierstellig.

Vielerorts hielten Demonstranten Schilder mit Aufschriften wie „Klimaschutz statt Kohleschmutz“ und „Es gibt keinen Planeten B“ in die Höhe. Nach dem Vorbild der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg gehen Schüler und junge Studierende seit Monaten freitags – während der Unterrichtszeit – für mehr Klimaschutz auf die Straße. Dass die Proteste während der Unterrichtszeit stattfinden, hat in Deutschland zu einer Debatte geführt. „Fridays for Future“ fordert, dass die Politik auf die Wissenschaft hört, die Ziele des Pariser Weltklimaabkommens einhält und mit entschiedenen Maßnahmen dazu beiträgt, die Erderwärmung bei 1,5 Grad Celsius zu stoppen. dpa