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Staatsanwalt fordert vier Jahre Haft für Drogenkurierin

Archivartikel

Heidelberg.„Ich habe meine Lektion gelernt“, sagt die Angeklagte in ihrem Schlusswort. Die vergangenen fünf Monate, die die nicht Vorbestrafte in Untersuchungshaft verbrachte, seien „die schlimmsten meines Lebens“ gewesen.  

Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau, die in der Sicherheitsbranche gearbeitet hat, unerlaubte Einfuhr und Beihilfe zum Handel mit Betäubungsmitteln vor. Unter Tränen erzählte die junge Frau ausführlich, dass sie mit 14 Jahren zum ersten Mal Cannabis konsumierte und zuletzt täglich drei bis vier Joints rauchte. In den vergangenen drei, vier Jahren nahm sie außerdem Amphetamine ein. Die Sorge um den älteren Bruder, der als Heranwachsender eine Krebsdiagnose erhielt sowie der Tod der geliebten Großmutter hätten den Konsum jeweils anwachsen lassen.

Am Nachmittag des 26. Mai war sie mit ihrem Kleinwagen auf der A 6 beim Walldorfer Kreuz auf der Gemarkung von St.Leon-Rot von  der Polizei gestoppt worden. Im Auto fanden die Beamten unter anderem zehn  Beutel mit je einem Kilo Amphetaminen sowie eine Cannabiszigarette. Wer ihr den Stoff anvertraut hatte, wohin die Lieferung sollte und welchen Weg sie aus den Niederlanden genommen hatte, dazu machte sie vor Gericht keine Angaben. Ihr sei bewusst gewesen, dass es sich um Drogen in nicht geringer Menge handelte - sie habe aber nicht in den großen Beutel geschaut.

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