Metropolregion

Schulen und Kitas betroffen Neue Erkenntnisse nach Ausbruch in Sinsheim

Nach Corona-Ausbruch in Sinsheim: 20 Kontaktpersonen ermittelt

Sinsheim.Nach dem Corona-Ausbruch in einer rumänisch-christlichen Glaubensgemeinde in Sinsheim mit insgesamt 40 positiven Fällen hat das Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises die Zahl der Infizierten, die aus dem Kreis kommen, von 14 auf 16 nach oben korrigiert. Daneben seien aktuell 20 Kontaktpersonen der Kategorie I, also solche mit erhöhtem Infektionsrisiko, ermittelt worden, teilte das Landratsamt am Freitag mit. Diese müssen nun – genau wie die positiv getesteten Gemeindemitglieder – in Quarantäne.

„Da die Ermittlungen weiterlaufen, kann sich die Zahl der Kontaktpersonen in den kommenden Tagen noch verändern“, erläutert der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, Andreas Welker. Oberstes Ziel der Behörde sei es, sämtliche Infektionsketten zu unterbrechen. Laut Landratsamt sind mehrere Einrichtungen durch das Infektionsgeschehen betroffen, darunter die Albert-Schweitzer-, die Theodor-Heuss- und die Wingertsbergschule in Sinsheim, der katholische Kindergarten St. Jakobus in Sinsheim, der städtische Kindergarten in Sinsheim-Reihen, der evangelische Kindergarten in Sinsheim-Steinsfurt und der Kindergarten Untergimpern. In Absprache mit den Trägern seien alle erforderlichen Maßnahmen getroffen worden.

Kein Lockdown zu befürchten

Einschränkungen für die Gesamtbevölkerung seien durch den Ausbruch derzeit noch nicht zu erwarten, teilte der Kreis mit. Ein regionaler Lockdown sei aufgrund der verhältnismäßig geringen Inzidenz aktuell nicht zu befürchten.

Der Auslöser der Infektionskette konnte bislang noch nicht ermittelt werden. Hintergrund der Flächentestung war ein positiver Corona-Fall mit Beziehungen zu der rumänisch-christlichen Gemeinde. Von 105 Tests fielen 40 positiv aus. 77 Gemeindemitglieder müssen noch getestet werden. Diese befinden sich jedoch laut Landratsamt zum Teil bereits im Urlaub.

Zum Thema