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Land will Mietpreisbremse ausweiten - Viernheim und weitere Städte in Südhessen auf der Liste

Archivartikel

Hessen.Hessen will die Mietpreisbremse bei Neuvermietung deutlich ausweiten. Statt in bislang 31 Kommunen soll die Regel künftig in 48 Städten und Gemeinden gelten, wie das Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Neu auf der Mietpreisbremsen-Liste sind unter anderem auch Viernheim (Kreis Bergstraße), das südhessische Groß-Gerau, Biebesheim und Rüsselsheim (beide Kreis Groß-Gerau), Groß-Zimmern, Roßdorf und Pfungstadt (alle Kreis Darmstadt-Dieburg). Bei der Mietpreisbremse wird eine Erhöhung bei Wiedervermietungen auf maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete gedeckelt.

In diesen 48 Kommunen soll es außerdem verlängerte Kündigungssperrfristen bei der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen geben. Die Erhöhung von Mieten bei bestehenden Verträgen wird stärker begrenzt als ohnehin vorgeschrieben. Ein entsprechender Verordnungsentwurf wurde laut Ministerium an die Spitzenverbände der Kommunen und der Wohnungswirtschaft sowie an Mieter- und Vermieterorganisationen verschickt. Die Regel soll Ende November in Kraft treten.

Neu auf der Liste für die Mietpreisbremse sind auch Hainburg, Mainhausen, Neu-Isenburg und Dietzenbach (alle Kreis Offenbach), Eltville und Walluf im Rheingau, Friedrichsdorf, Usingen, Steinbach und Neu-Anspach (alle Hochtaunuskreis), Fuldabrück (Kreis Kassel), Kriftel (Main-Taunus-Kreis), Langenselbold und Maintal (beide Main-Kinzig-Kreis), Rosbach vor der Höhe (Wetteraukreis).

Dagegen sollen Kassel, Egelsbach (Kreis Offenbach), Hattersheim und Hofheim (beide Main-Taunus-Kreis) sowie Oberursel im Hochtaunuskreis ausscheiden. Weiter in der Liste bleiben unter anderem Darmstadt, Frankfurt, Marburg, Offenbach und Wiesbaden.

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