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Grüne in Heidelberg vorn, Kopf-an-Kopf-Rennen in Ludwigshafen

Archivartikel

Stuttgart/Rhein-Neckar.

Heidelberg: Grüne weit vorn

36,24 Prozent für die Grünen bei der Europawahl: So lautet das vorläufige Endergebnis aus Heidelberg. Das sind 12,34 Prozent mehr als bei der Europawahl 2014. Es folgen die CDU mit 18,62 Prozent (minus 7,58) sowie die SPD mit 14,85 Prozent (minus 10,24). Die AfD liegt bei 6,16 Prozent (minus 0,61). Die FDP holt laut vorläufigem Endergebnis 6,15 Prozent (plus 1,33) der Stimmen, die Linke 5,42 (minus 0,99). Auf Sonstige entfallen 12,55 (plus 5,74). Die Wahlbeteiligung in Heidelberg lag bei 70,1 Prozent.



Ludwigshafen: Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD

Hauchzart liegt die CDU mit 23,8 Prozent beim vorläufigen Ergebnis der Europawahl vor der SPD (23,4). Im Vergleich zum Jahr 2014 haben beide großen Parteien jedoch herbe Verluste zu verzeichnen. Während die Christdemokraten 6,4 Prozentpunkte einbüßten, waren es bei den Sozialdemokraten sogar 11,8. Deutlich zugelegt haben dagegen die Grünen mit einem Ergebnis von 16,6 Prozent – 2014 hatten sie 7,9 Prozent erreicht. Ebenfalls klar verbessert hat sich die Alternative für Deutschland (AfD) mit 14,2 Prozent (plus 4,6). Dahinter folgt die FDP mit 5,0 Prozent, die Linke kommt auf 4,0 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt bei 54,1 Prozent und damit deutlich höher als 2014 (45 Prozent).

Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) sprach von einem bitteren Ergebnis. „Der Bundestrend hat sich voll auf die Europawahl niedergeschlagen.“ Das Resultat werde der Arbeit der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament nicht gerecht, so die frühere Europaabgeordnete. Grünen-Sprecher Raik Dreher strahlte dagegen über das ganze Gesicht: „Phantastisch. Das Ergebnis habe ich nicht erwartet, auch wenn ich wusste, dass wir gute Spitzenkandidaten und die richtigen Themen angesprochen haben.“

 



Hier sehen Sie die Europawahlergebnisse aus den Ludwigshafener Stadtteilen:

 

Rhein-Neckar-Kreis: CDU bleibt stärkste Kraft

Mit 28,84 Prozent haben die Christdemokraten bei der Europawahl im Rhein-Neckar-Kreis die meisten Stimmen geholt, so das vorläufige Endergebnis. Es folgen die Grünen mit 22,86 Prozent der Stimmen, vor der SPD mit 15,81 Prozent. Die AfD holt im Rhein-Neckar-Kreis 10,74 Prozent der Stimmen, es folgen Sonstige mit 8,91 Prozent der Stimmen sowie die FDP (6,43), Freie Wähler (3,33) und die Linke (3,08). Im Rhein-Neckar-Kreis wird zwar kein Abgeordneter des Europäischen Parlaments direkt gewählt, die Wahlbeteiligung lag aber dennoch bei 65,91 Prozent und damit deutlich über dem Ergebnis der letzten Europawahl 2014 (53,93 Prozent). Die höchsten Wahlbeteiligungen gab es in der kleinsten Gemeinde im Rhein-Neckar-Kreis, Heddesbach, mit 81,96 Prozent, sowie in Gaiberg mit 76,69 Prozent; die geringste war mit 54,06 Prozent in der Großen Kreisstadt Leimen zu verzeichnen.

Heddesheim: Grüne vor der SPD

Bei der Europawahl in Heddesheim liegt die CDU laut vorläufigem Endergebnis vorn. Trotz Verlusten von mehr als sieben Punkten kommt sie auf 28,4 Prozent (minus 7,3) der Stimmen. Auf Platz zwei liegen die Grünen mit 22,2 Prozent (plus 10,2). Die SPD fällt auf den dritten Platz zurück und liegt nur noch bei 18,3 Prozent (minus 12). Die AfD behauptet ihren vierten Platz mit 11,5 Prozent (plus 2,6). Die FDP erhält 6 Prozent der Stimmen (plus 2), die Linke kommt auf 3 Prozent (minus 0,4). Die Wahlbeteiligung liegt mit 66 Prozent deutlich höher als vor fünf Jahren (plus 13,7). 

Hirschberg: CDU bleibt bei Europawahl vorn

Auch das vorläufige Endergebnis der Europawahl in Hirschberg steht fest: Die CDU bleibt trotz leichter Verluste vorn, die Grünen überholen die SPD. Die Ergebnisse im Detail: CDU 31,3 Prozent (minus 4,8), Grüne 26,5 Prozent (plus 12), SPD 14,4  Prozent (minus 10,1); AfD 6,8 Prozent (minus 2,9), FDP 7,7 Prozent (plus 1,6). Wahlbeteiligung: 72,6 Prozent (plus 9,4). 

Edingen-Neckarhausen: CDU nur knapp vor den Grünen

In Edingen-Neckarhausen liegt die CDU im vorläufigen Endergebnis vorn. Trotz Verlusten von 6,6 Punkten kommt sie auf 27 Prozent der Stimmen. Nur knapp dahinter auf Platz zwei liegen die Grünen mit 26,4 Prozent (plus 12,4). Die SPD fällt auf den dritten Platz zurück und liegt nur noch bei 16,6 Prozent (minus 10,9). Die AfD behauptet ihren vierten Platz mit 8,8 Prozent (plus 0,2), vor der FDP mit 7,1 Prozent (plus 1,7). Die Linke kommt auf 4,3 Prozent (plus 0,4). Die Wahlbeteiligung liegt mit 70,1 Prozent deutlich höher als vor fünf Jahren (plus 11,9).

Schriesheim: CDU und Grüne vorn

Auch in Schriesheim bleibt die CDU trotz leichter Verluste vorn, allerdings nur ganz knapp vor den Grünen. Die vorläufigen Endergebnisse im Detail: CDU 28,3 Prozent (minus 5,3), Grüne 26,5 Prozent (plus 9,5), SPD 15 Prozent (minus 10,7); AfD 8,3 Prozent, FDP 6,7 Prozent (plus 1,4). Wahlbeteiligung: 73,4 Prozent (plus 13,5).

Ilvesheim: Grüne gewinnen fast zwölf Punkte hinzu

Auch Ilvesheim liegt bei der Europawahl weitgehend im Trend. Die CDU bleibt trotz leichter Verluste vorn, die Grünen folgen mit klarem Abstand. Die Ergebnisse im Detail: CDU 27 Prozent (minus 6,4), Grüne 22,8 Prozent (plus 11,8), SPD 18,5 Prozent (minus 12,3); AfD 9,7 Prozent (minus 0,9), FDP 5,7 Prozent (plus 2,4). Wahlbeteiligung: 67,7 Prozent (plus 10.6).

Ladenburg: CDU knapp vor Grünen

Als eine der letzten Kommunen im Rhein-Neckar-Kreis hat Ladenburg die vorläufigen Ergebnisse der Europawahl gemeldet. Auch hier liegt die CDU mit 29,4 Prozent (minus 5,5) vorn, dicht gefolgt von den Grünen mit 27,9 Prozent (plus 13,6). Die SPD kommt auf 17,1 Prozent (minus 12,3), die AfD auf 7,4 Prozent (minus 0,7). Die FDP kann 6 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen (plus 2), die Linke erhält 2,9 Prozent (minus 0,4). Die Wahlbeteiligung ist gegenüber 2014 wieder deutlich angestiegen, nämlich auf 72,9 Prozent (plus 12,2).

Weinheim: Grüner Doppelsieg

Bei der Europawahl haben die Christdemokraten in Weinheim trotz Verlusten ihren ersten Platz behauptet. Knapp drei Prozentpunkte dahinter landeten die Grünen. Sie legten um 12,7 Punkte zu, während die SPD fast in gleicher Höhe Verluste hinnehmen muss.

Mit 28,5 Prozent büßt die CDU in der Zweiburgenstadt gegenüber der Wahl von 2014 rund 4,9 Punkte ein. Die Grünen sind den Christdemokraten mit 25,6 Prozent dicht auf den fersen. Die Sozialdemokraten rutschen auch in Weinheim auf den dritten Platz ab. Leichte Verluste von 0,6 Punkten gibt es für die AfD, die jetzt auf 9,1 Prozent der Stimmen kommt. Die Linke kommt auf 3,4 Prozent.

Bei der Gemeinderatswahl schneidet die Grün-Alternative Liste (GAL) womöglich noch besser ab. Nach der Auszählung fast aller unverändert abgegebener Stimmzettel bei der Kommunalwahl liegen die Grünen mit fast 32 000 Stimmen deutlich vor CDU (21 088), SPD (12 736) und Freien Wählern (15 040). Auf den Plätzen fünf und sechs folgen schließlich die FDP (5 568) und die Linke (5 220).

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