Metropolregion

Diese Fragen stellten unsere Leser

Beim Hineinschnuppern in die Redaktionsabläufe kommen viele Fragen auf. Wir haben für Sie zusammengefasst, was zuletzt auch unsere fünf Gäste wissen wollten.

Warum haben Sie zum 1. Dezember die Struktur dieser Zeitung geändert?

Wir haben die Zahl der Bücher, also der Teile, erhöht, damit Mehrpersonen-Haushalte die Zeitung leichter aufteilen können. Das kommt nach wissenschaftlichen Erkenntnissen dem Leseverhalten entgegen. In der Praxis bedeutet das: Wer sich für Politik, Länderthemen oder Vermischtes interessiert, nimmt sich den ersten Teil. Wer das lokale Geschehen bevorzugt, greift zu einem anderen Teil. Wer Sport und Wirtschaft lesen möchte, hat wieder einen anderen Teil zur Verfügung. Wichtig für alle Leser: Der Umfang bleibt unverändert.

Woher bekommen Sie Ihre Bilder?

Der "Mannheimer Morgen" beauftragt mehrere freie Fotografen, die Bilder zu aktuellen Themen oder Terminen anfertigen. Auch Redakteure fotografieren bei Terminen selbst. Alle Bilder werden digital in das Redaktionssystem überspielt und stehen dort den Blattmachern - sie arbeiten in der Nachrichtenzentrale - bei der Produktion der Zeitungsseiten zur Verfügung. Darüber hinaus kann die Redaktion auf das Langzeit-Bildarchiv der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zugreifen.

Warum gibt es immer wieder Rechtschreibfehler in der Zeitung?

In unseren Redaktionen gibt es eine Verpflichtung, über jeden fertigen Text ein Korrekturprogramm laufen zu lassen. Manchmal arbeiten aber auch mehrere Redakteure an einem Text - oder der Text schien fertig, verändert sich dann aber im Laufe des Tages mehrmals wegen neuer Erkenntnisse, oder er wird spätabends kurz vor Redaktionsschluss unter Zeitdruck noch aktualisiert. Immer wenn neue Passagen in vorhandenes Material eingebaut werden, kann das eine Fehlerquelle sein - auch wenn hier ebenso die Verpflichtung zur Nutzung des Rechtschreibprogramms besteht. Es kommt auch vor, dass ein Redakteur den Text verfasst, ein anderer die Überschrift, und noch jemand anders macht die Texte unter dem dazugehörigen Bild. Das kommt dann vor, wenn der Text beispielsweise am frühen Nachmittag fertig ist und die Bilder beispielsweise erst abends vorliegen, wenn der Textschreiber seinen Dienst beendet hat. Dann übernimmt ein für später eingeteilter Redakteur die Aufgabe. Auch hier passieren durchaus Fehler, die eigentlich nicht passieren dürfen. Dazu kommt - was keine Entschuldigung, aber eine Erklärung für einen fehlerhaften Text sein soll - auch das Phänomen, dass man bei mehrmaliger Bearbeitung ein und desselben Textes "betriebsblind" wird. Man sieht nur noch die Wörter, die man tatsächlich lesen will. Unsere Redakteure befassen sich täglich mit vielen Texten, allein das Angebot unserer Nachrichtenagenturen beläuft sich auf mindestens 2500 Texte in 24 Stunden, dazu kommen etwa ebensoviele Bilder. Hier übernimmt die Zeitung nur einen Bruchteil - und diese Texte der Agenturen werden auch noch gekürzt oder ergänzt, damit sie ins vorgesehene Layout, also in die Seitengestaltung, passen. Außerdem entstehen jeden Tag von unseren eigenen Redakteuren 150 bis 200 Texte in verschiedenen Längen, die auch alle auf Rechtschreibung geprüft werden müssen. Natürlich tut uns jeder Fehler leid und schmerzt uns Redakteure selbst am allermeisten.

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