Metropolregion

Nach Schießerei in Schwetzingen Angeschuldigter in Untersuchungshaft

Anklage nach Schüssen in Schwetzinger Café

Archivartikel

Schwetzingen.

Wegen versuchten Totschlag hat die Staatsanwaltschaft Mannheim Anklage gegen einen 36-jährigen Mann am Mannheimer Landgericht erhoben, der nach einer Schießerei in einem Schwetzinger Café festgenommen worden war (wir berichteten). Wie die Staatsanwaltschaft in einer Pressemitteilung am Mittwoch mitteilte, soll der Angeschuldigte am 27.Dezember 2018 in dem Café mit einem 38-Jährigen in einen Streit geraten sein. Im Verlauf der Auseinandersetzung kam es zu einem Geschubse zwischen den beiden Kontrahenten. Als der 38-Jährige dem Angeschuldigten einen Kopfstoß gegeben haben soll, zog der 36-Jährige, nach Angaben der Staatsanwaltschaft, einen Revolver.  Als sein Kontrahent auf ihn zugelaufen kam,  soll der Mann auf den 38-Jährigen geschossen haben. Der Schuss traf den Geschädigten im Bauch. Die Verletzung war erheblich, aber nicht lebensgefährlich. Der Geschädigte soll sich daraufhin auf den Angeschuldigten geworfen haben, um ihn den Revolver abzunehmen. Dieser soll dabei erneut geschossen haben. Der zweite Schuss verletzte den 38-Jährigen an der Hand. Er wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht und operiert.

Der Angeschuldigte, der unter Alkoholeinfluss stand, soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft den Tod seines Kontrahenten billigend in Kauf genommen haben. Er entfernte sich nach dem Vorfall aus dem Lokal, kehrte aber innerhalb einer Stunde wieder dorthin zurück. Die Polizei nahm ihn vor Ort fest. Der Mann sitzt weiterhin in Untersuchungshaft. Das äußere Tatgeschehen hat er im Wesentlichen gestanden. Der 36-Jährige hat eingeräumt, in Notwehr gehandelt zu haben. Für den Revolver besaß er keine waffenrechtliche Erlaubnis.

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