Mannheim

Politik Beatrix von Storch, stellvertretende Bundesvorsitzende der AfD, unterstützt Bundestagskandidat Robert Schmidt im Schützenhaus

"Wir sind keine Ein-Themen-Partei"

Insgesamt 18 Wahlveranstaltungen hat die AfD Mannheim allein im Schützenhaus auf die Beine gestellt. Für die Abschlussveranstaltung am Dienstagabend hat Bundestagskandidat Robert Schmidt die stellvertretende Bundesvorsitzende der AfD, Beatrix von Storch, sowie Christian Waldheim, Bundessprecher der Interessengemeinschaft Arbeitnehmer in der AfD (Aida), eingeladen.

Selbstbewusst und voller Zuversicht präsentieren sich die Politiker den rund 160 Besuchern: Kreissprecher Schmidt unterstreicht, dass das Ziel sei, drittstärkste Fraktion im Bundestag zu werden. "Wir sind keine Ein-Themen-Partei, was uns immer vorgeworfen wird." Seine Ziele im Wahlprogramm sollen letztendlich auch Mannheim zugutekommen. "Für mich ist es wichtig, dass wir im Mannheimer Norden kein Flüchtlingszentrum bekommen." Die Gefahren seien damit seiner Meinung nach höher als der Nutzen.

Auch das Thema sozialer Wohnungsbau liege ihm am Herzen. Schmidt setzt sich auch für AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel ein. "Ich kenne sie sehr gut", sagt er. Sie strahle eine menschliche Wärme aus. "Soziale Fragen gehören zu Mannheim wie der SV Waldhof", sagt Schmidt, bevor er Waldheim ankündigt, der als Sozialrichter beim Sozialgericht Hamburg arbeitet.

Der 44-Jährige zeigt auf, welche negativen Folgen Mütterrente, die Reform der Arbeitnehmerübernahme sowie befristete Arbeitsverträge haben können. "Wer keine Sicherheit hat, bekommt keine Kinder."

Beatrix von Storch ist zum dritten Mal in Mannheim - und wird mit viel Beifall empfangen. "Ich komme sehr gern hierher", sagt die 46-jährige Abgeordnete des EU-Parlaments. Die Sprache der Politikerin ist direkt und schnörkellos: Sie kommt schnell zum Punkt. "Vielleicht haben wir alle den gleichen Grund, uns in der AfD zu engagieren. Ich sage immer: Dieses Land ist zu schön, um es den anderen zu überlassen und zuzusehen, wie sie unser schönes Land kaputtmachen." Sie geht auf das Wahlprogramm ein und weist Vorwürfe zurück, dass die AfD verfassungsfeindlich sei. Ihr Programm verfüge über sozialpolitische Themen, die andere Parteien nicht aufgriffen. "Wir möchten die Mehrwertsteuer um sieben Prozentpunkte kürzen."

Ein Zuschauer will wissen, wie die AfD zu Einführung einer Wehrpflicht steht. Schmidt erklärt, dass die Partei als einzige die Wiedereinführung anstrebe, was den Wehrersatzdienst als positiven Nebeneffekt habe.