Mannheim

Fußball Verein rüstet sich für junge Mitglieder / Im kommenden Sommer zehn Mannschaften mehr am Start / Gebäude mit Tribüne ist geplant

VfR hat zwei neue Kunstrasenplätze

Der VfR Mannheim will seine Jugendarbeit ausbauen - und die jetzt fertiggestellten neuen Kunstrasenfelder bilden die Grundlage dafür. "Die Plätze sind mit großer Freude in Empfang genommen worden", sagt der Abteilungsleiter Kinder- und Jugendfußball Ralph Lee.

Hinter dem Carl-Benz-Stadion hat der VfR auf dem ehemaligen Sportplatz der Universität zwei Kunstrasenplätze neu angelegt. "Wir haben jetzt die Kapazität, alle Kinder aufzunehmen, die bei uns Fußball spielen wollen", führt Lee aus. Im Mai hatte VfR-Präsident Ralf Auer erklärt, dass 300 Jugendliche keinen Platz bekommen hätten, weil die Kapazitäten nicht ausreichten.

Zusammen mit der König Gartengestaltung und Conceptplan 4 hat der Verein die nach Angaben von Lee 800 000 Euro teuren Felder gebaut. Bei der Finanzierung halfen die Dietmar-Hopp-Stiftung, der Badische Sportbund und die Stadt Mannheim mit, wie VfR-Geschäftsführer Sven Wolf erklärte. Außerdem hätten sich einige Einzelspender beteiligt. Die Betriebskosten für Kunstrasenplätze seien geringer als bei Naturrasenfeldern, erläutert Lee. Außerdem erfülle der Kunstrasen die strengsten ökologischen Bestimmungen und biete für die Spieler einen Vorteil: Er sei auch bei schlechten Witterungsverhältnissen benutzbar. Bei Naturrasen sehe man davon meist ab, um ihn zu schonen.

"Hinter dem Neubau steht eine größere Strategie", fährt Lee fort. Man wolle den Jugendbereich gezielt ausbauen und im nächsten Sommer mit zehn weiteren Mannschaften antreten. Insbesondere in der B-, C-, und D-Jugend solle das breitensportliche Angebot erweitert werden. "Aktuell sind wir damit beschäftigt, neue Trainer auszubilden und einzustellen."

Flutlicht fehlt noch

In den kommenden Wochen sollen auf den Kunstrasenplätzen die letzten Arbeiten abgeschlossen werden. Bislang fehlt noch die Flutlichtanlage, und in den Umkleidekabinen, die der Verein von der Stadt übernommen hat, stehen noch kleinere Renovierungsarbeiten an.

In drei Jahren soll dann der Bau eines Gebäudes mit Übungs- und Umkleideräumen neben den beiden Plätzen beginnen, berichtet Lee. An dem Gebäude soll sich auch eine Tribüne für bis zu 400 Zuschauer befinden. "Wir fangen zum Jahresbeginn 2018 mit der Sponsorensuche an. Die Pläne für das Gebäude sind bereits fertig". Lee ist, was die Finanzierung betrifft, zuversichtlich.

Für den Verein beginne mit dem Jugend- und Sportzentrum eine neue Ära, betont Sven Wolf. Sein Kollege Lee hält fest: "Wir wollen exzellenten und nachhaltigen Nachwuchsfußball im Herzen Mannheims anbieten." jre