Mannheim

Podiumsdiskussion über Mietpreise mit Nikolas Löbel und Kritikern

Archivartikel

Mannheim.„Welche Miete ist gerechtfertigt oder doch überhöht?“, so lautet der Titel einer Podiumsdiskussion, die der Mannheimer Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel (CDU) für den heutigen Dienstagabend, 22. September, in der Jüdischen Gemeinde (F, 3, 4) organisiert hat. Der Abgeordnete und Besitzer eines Wohnhauses sieht sich selbst zurzeit heftigen Vorwürfen ausgesetzt. Aus Sicht von Kritikern vermietet er Wohnungen teilweise für einen zu hohen Preis. Zudem habe der Parlamentarier einem langjährigen Mieter den Zugang zu seiner früheren Wohnung verweigert und die Schlösser austauschen lassen. Zuvor habe Löbel dem Mann eine bei der Wohnungsbaugesellschaft GBG angemietete Drehscheiben-Wohnung als Dauerlösung angeboten, was wiederum geltenden Vorgaben der GBG widerspricht.

Auch Kritiker eingeladen

Das passe nicht dazu, dass sich Löbel vor der zurückliegenden Bundestagswahl als Vorkämpfer für einen gerechten Wohnungsmarkt mit bezahlbaren Wohnungen positioniert habe, heißt es aus verschiedenen Parteien und Organisationen. So übt etwa das Offene Stadtteiltreffen Neckarstadt scharfe Kritik an dem Politiker: „In Bezug auf die Ereignisse, die über Herrn Löbel an die Öffentlichkeit gelangt sind, steht er politisch mit dem Rücken zur Wand und benutzt berechnende Methodik als verzweifelten Versuch, sich herauszuwinden“, heißt es. Das gelte auch für die Diskussion am heutigen Dienstag, zu der das Stadtteiltreffen selbst auch eingeladen sei und teilnehmen wolle, „um unsere Gegenpositionen und unsere Forderungen sichtbar zu machen“. 

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