Mannheim

Bundestagswahl Florian Kußmann (FDP) besucht die Etengo Unternehmensgruppe in Neuostheim

Informatik qualifiziert unterrichten

Mannheim.Der Wahlkampf ist in vollem Gange. Florian Kußmann, Bundestagskandidat für die FDP Mannheim, nutzt die Zeit, um den Dialog mit Bürgern sowie Unternehmen zu suchen und bestehende Kontakte zu pflegen. Dazu gehört ein Besuch bei der Etengo Unternehmensgruppe in Neuostheim. Dabei handelt es sich um einen Personaldienstleister für hochqualifizierte Spezialisten im Bereich IT und IT-nahen Umfeld mit 925 Freiberuflern und 145 festangestellten Mitarbeitern.

Nikolaus Reuter, Vorstandsvorsitzender sowie Hauptanteilseigner, empfängt den Politiker und Inhaber des Mannheimer Café Kußmann in den neuen Räumlichkeiten. Das Gebäude im Eastsite haben die Angestellten erst vergangene Woche bezogen, erzählt Reuter, der Kußmann schon seit mehreren Jahren kennt. Für Kußmann ein guter Grund, das neue Firmengelände zu besichtigen - aber auch um sich zu erkundigen, was die Belegschaft von Etengo beschäftigt. "Mein Schwerpunkt war immer Infrastruktur", sagt der 42-Jährige. Er möchte sich unter anderem für Themen wie die Brücke nach Ludwigshafen sowie den ICE-Knotenpunkt einsetzen. Der Aspekt Einwanderung liegt Kußmann ebenfalls am Herzen. "Wir müssen schauen, dass das Thema Zuwanderung wieder positiv besetzt ist." Außerdem ist er für die Flexirente, so dass die Menschen selbst bestimmen können, in welchem Alter sie in den Ruhestand gehen.

Diplom-Betriebswirt Reuter erzählt Kußmann, dass das Angebot an Parkplätzen rund um das Firmengelände rar ist. Zwar gebe es eine Tiefgarage, die Plätze reichten jedoch nicht für alle Mitarbeiter aus. Knöllchen fürs Falschparken seien keine Seltenheit. Da viele Angestellte aus Städten wie Frankfurt oder Karlsruhe anreisen, sei auch ein S-Bahn-Anschluss für sie von Interesse, berichtet Reuter weiter. Welche Schwierigkeiten es gab, um einen Betriebskindergarten einzurichten, der letztendlich an der Bürokratie scheiterte, erfährt Kußmann ebenso.

Das Thema Digitalisierung kommt schließlich zur Sprache. Reuter wünscht sich intensive Weiterbildung der Lehrerschaft, um die künftigen Arbeitnehmer fit für die Bedürfnisse der Wirtschaft zu machen. Kußmann möchte sich für qualifizierten Informatikunterricht stark machen. Reuter moniert, dass Unternehmern häufig unterstellt wird, dass sie ihre Leute ausbeuten. Bei Etengo dagegen lege man Wert darauf, dass die Mitarbeiter beste Bedingungen haben, aber auch Möglichkeiten zur Erholung. Sie profitieren von kostenlosen Getränken, einer Sportarena mit Tischkicker, Räumen zum Ausruhen, für die Mittagspause sowie für die Kommunikation. Mit dem Neubau, der über Biothermie und Photovoltaik verfügt, möchte Reuter zeigen, wie das Arbeiten der Zukunft aussehen kann. Er betont: "Ein Büro ist heute mehr als nur ein Arbeitsplatz."