Mannheim

Geburtstag Franz Pfeifer feiert seinen 75. am Chiemsee

Der Caritas bis heute verbunden

Archivartikel

„Ich feiere diesmal ganz allein mit meiner Frau Gabriele – das hatten wir schon immer mal vor!“ Bei seinem heutigen 75. Geburtstag weilt Franz Pfeifer, langjähriger Chef des Caritasverbandes, am Chiemsee. Klar, dass von Sohn und Schwiegertochter wie von Geschwistern und Freunden telefonisch Glückwünsche angenommen werden.

Als Vorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend, Leiter des Katholischen Jugendamtes und Initiator des (bis heute erfolgreichen) Modellprojektes „Förderband“ für benachteiligte Jugendliche hatte Pfeifer viele wichtige Erfahrungen gesammelt, ehe ihm 1992 die Leitung des Mannheimer Caritasverbandes übertragen wurde. Diesen stellte er „zukunftssicher“ auf, wie ihm 18 Jahre später bei seiner Verabschiedung mit „großem Bahnhof“ bescheinigt wurde.

Der Mittsiebziger fühlt sich nach wie vor der Caritas verbunden: Er wirkt als Vorsitzender der Stiftung des einstigen Dekans Franz Völker, gehört zum Vorstand der Caritas-Wohltäter-Stiftung, engagiert sich für das nach ihm benannte kleine Pflegeheim am Rheinauer Saindrain für psychisch kranke und behinderte ältere Menschen. Ein ehrenamtliches Kuratorium ermöglicht beispielsweise den Bewohnern Malen und Musik als „Seelenbalsam“.

Seckenheimer „Bu“

Außerdem war und ist es Franz Pfeifer ein Anliegen, das Leben von Ordensschwester Theodolinde, die sich im Glauben wie in ihrer politischen Weltanschauung stets unerschütterlich zeigte, vor dem Vergessen zu bewahren. Ihr Buch „Vom KZ ins Kloster“ wählte er für den Grundstein des neu gebauten Caritas-Pflegzentrums „Maria Frieden“ aus, wo die gebürtige Heppenheimerin Katharina Katzenmaier bis zu ihrem Tod anno 2000 im Konvent der Lioba-Schwestern lebte. Vor der dortigen Kapelle beeindruckt auch ihr ausdruckstark gestalteter Kreuzweg.

Franz Pfeifer, diplomierter Volkswirt, pflegt gern zu sagen, er habe auch „was Ordentliches“ gelernt. Der Seckenheimer „Bu“ absolvierte nämlich erst eine Elektriker-Lehre, bevor er das Abitur nachholte und schließlich an der Mannheimer Schloss-Universität studierte.

Als Pensionär lernt er im pfälzischen Heltersberg konsequent weiter – beispielsweise als Hobby-Schnapsbrenner. „Ich ernte gerade Mirabellen für die Maische“, erzählt er, als sich der „MM“ vor einigen Tagen bei ihm meldet. Von seinen Beeren-Obstlern, verrät Franz Pfeifer, sei bei Freunden und Familie sein Vogelbeerschnaps der begehrteste. „Den kriege ich auch gut hin!“