Ludwigshafen

Viele Fragezeichen

Thomas Schrott zum Fehlbedarf bei den Kitaplätzen

Eine endgültige Beurteilung ist zwar erst im Oktober möglich, wenn die Vergabe der Kitaplätze abgeschlossen ist. Aber bereits jetzt steht fest: Der Trend ist alarmierend. Trotz Ausbauprogrammen fehlen immer mehr Kita-Plätze – eigentlich paradox. Es ist keine Kleinigkeit, wenn weitere 400 Eltern länger auf einen ersehnten Platz warten müssen. Dies ist nicht nur darauf zurückzuführen, dass Corona-bedingt Erzieher ausfallen, die zu Risikogruppen zählen.

Zwei grundsätzliche Probleme bekommt die Verwaltung schlecht in den Griff. Sie legte zwar ein ambitioniertes Investitionsprogramm auf, das aber durch den Erziehermangel gebremst wird. Angesichts des anhaltenden Personalengpasses muss sich die Stadt etwas einfallen lassen. Dieser bleibt sonst noch lange bestehen, denn Fachkräfte sind rar und benachbarte Bundesländer zahlen besser.

Mindestens genau so schwierig ist die Suche nach geeigneten Grundstücken für Kita-Neubauten vor allem in der dicht bebauten Innenstadt. Erinnert sei an äußerst zähe Bemühungen im Stadtteil Süd, wo sich eine Entspannung erst in zwei Jahren durch den Neubau auf dem ehemaligen Pfalzwerke-Areal einstellen dürfte. Frühere Fehler wie am Rheinufer Süd, Neubaugebiete ohne einen Kita-Standort auszuweisen, dürfen sich nicht wiederholen. Fazit: Hinter dem begrüßenswerten Ausbaukonzept bestehen in vielen Stadtteilen noch Fragezeichen. Für die Eltern bedeutet dies eine unbefriedigende Perspektive.

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