Lokalsport Mannheim

Eishockey Eine Zunahme an Bundesliga-Spielen bedeutet für die Mad Dogs eine finanzielle Mehrbelastung

Unverständnis über neuen Modus

Archivartikel

Mannheim.Am 29. September startet die Mad Dogs Mannheim in die neue Saison der Frauen-Eishockey-Bundesliga. Und es gibt eine Neuerung: Der Meister wird diesmal durch Play-offs ermittelt. Dafür qualifizieren sich die ersten vier Mannschaften. Für die Teams auf den Plätzen fünf bis acht geht es in eine Play-Down-Runde.

Pokal abgeschafft

„Das ist ja keine schlechte Sache. Aber dadurch, dass dieser neue Modus den Vereinen vom Deutschen Eishockey-Bund erst vergleichsweise kurz vor Rundenbeginn vorgestellt wurde, entfällt ja fast die Möglichkeit, positiv damit zu werben“, bedauert Dirk Clauberg, Teamleiter der Mad Dogs, und macht klar: „Man hätte sich hier schon mehr Einbeziehung der Vereine durch den DEB gewünscht.“

Während er sich mit den Play-offs um die Meisterschaft noch anfreunden kann, liegen dem 48-Jährigen die Play-downs schwer im Magen. „Es wurde das Turnier der besten Vier um den DEB-Pokal abgeschafft. Die daran teilnehmenden Teams haben bisher schon immer mit mehr Spielen planen müssen. Die Erhöhung der Spielanzahl durch die Play-offs ist deshalb für diese Mannschaften nicht ganz so hoch. Anders sieht es bei den Play-Downs aus, wo auf die beteiligten Clubs nun deutlich mehr Partien zukommen, was natürlich auch ein Mehr an Kosten bedeutet. Besonders kritisch ist das zu sehen, wenn von unten dann doch kein Team in die Bundesliga aufsteigen will. Dann wäre die Play-Down-Runde nur eine finanzielle Mehrbelastung für die Vereine“, befürchtet Clauberg dass es zu einer Abstiegsrunde ohne jeglichen sportlichen Wert kommen kann.

Er befürwortet eine Relegation zwischen dem Achten der Bundesliga und einem möglichen Aufsteiger aus dem Unterbau. „Ich kam über meine Tochter Pia Celine Clauberg vor drei Jahren zu den Mad Dogs nach Mannheim, die hier in der Bundesligamannschaft spielt. Ich muss sagen, dass die Entwicklung in diesen Jahren immer nach vorne ging“, sagt der Solinger, der aber weiß, dass ein Platz unter den Top-Vier in der kommenden Saison nicht zu erwarten ist. „Wir müssen bei unserem Etat jetzt schon knapp rechnen. Da sind die Spiele nach der Hauptrunde eine zusätzliche Belastung.“

Hilfe gesucht

Clauberg wirbt daher um weitere Unterstützer. „Natürlich haben wir ein Interesse daran, längerfristig mit Sponsoren zusammenzuarbeiten. Aber auch einmalige Zuwendungen helfen, wenn jemand beispielsweise nach der Partie das Teamessen sponsert, damit unsere Spielerinnen nicht in die eigene Tasche greifen müssen. Es muss auch nicht immer Geld sein. Wenn jemand eine Ausstattung für die Mannschaft spendiert, hilft uns das sehr. Außerdem suchen wir stets Leute, die anpacken wollen, um das Fraueneishockey in Mannheim weiter voranzubringen“, sagt der Teamleiter.