Lokalsport Mannheim

Handball Unterschiedliche Ambitionen in Heddesheim, Schriesheim und bei der HG Saase

SGH mit neuen Varianten

Heddesheim.Mit einem verstärktem Kader starten die Handballerinnen der SG Heddesheim am Sonntag mit dem Heimspiel gegen den TV Brühl in die neue Badenliga-Saison. „Wir sind gut drauf, haben auch wieder deutlich mehr Spaß im Training“, erläutert Trainer Branko Dojcak. „Das liegt in erster Linie daran, dass wir wieder genug Spielerinnen haben, um auch mal im Training sechs gegen sechs spielen zu können. Ich bin wirklich zufrieden, wie sich die Mannschaft entwickelt“, sieht der erfahrene Trainer viel Potenzial. Wohin die Reise aber tatsächlich geht, „das wird sich erst nach den ersten Rundenspielen zeigen. Wir sind in einem Umbruch, haben viele junge Spielerinnen. Da wird viel davon abhängen, wie wir starten“, rechnet er dem Auftakt große Bedeutung zu.

Mit Jule Paloj vom Liga-Konkurrenten Schriesheim kommt eine torgefährliche Außen, aber auch im Rückraum konnte mit Jennifer Schlipf (zurück von der HSG Mannheim) und Lina Pauli (HG Saase) nachgelegt werden. Die Abgänge von Franziska Heilmann, Kathrin Schreiner und Veronique Bolleyer sollten mit den insgesamt sieben Neuzugängen – vom TSV Birkenau kommt mit Michelle Schütz, Sonja Wink und Saskia Mundinger gleich ein Trio, aus Weinheim kommt noch Luisa Weigold – mehr als nur kompensiert werden. „Wir haben aber nun auch eine andere Struktur, haben mehr kleine, schnelle Spielerinnen und dadurch Varianten in Angriff und Abwehr, die wir bislang nicht hatten“, so der Coach, der seit 2013 bei der SGH ist. Ein Platz unter den ersten fünf soll am Ende für Heddesheim herausspringen.

Mit 22 Spielerinnen startet die HG Saase in die neue Runde, muss am Samstag aber gleich beim Titelkandidaten TSG Wiesloch ran. Der neue Trainer Carsten Sender, der weiterhin auch für die A-Jugend verantwortlich ist, hat fast die komplette A-Jugend als spielberechtigt gemeldet. Aber er kann auch auf einige Leistungsträgerinnen aus der Vorsaison bauen. Und ebenso wie Heddesheim, will Sender in der Tabellen oben anklopfen, das obere Drittel ist das Ziel. Doch noch wichtiger ist dem engagierten Coach, dass sich sein junges Team entwickeln kann. „Wir müssen als Mannschaft zusammenfinden und dann ist einiges möglich.“

Torhüter-Engpass in Schriesheim

Kleinere Brötchen muss der TV Schriesheim backen, bei der in dieser Saison Christin Herrmann als Trainerin fungiert. Das Ziel: Klassenerhalt. Als Problem könnte sich beim TVS einmal mehr die Torhüterposition erweisen, die mit Laura Schmitt zwar sehr gut, aber nur einfach besetzt ist. Zudem verließen Leistungsträgerinnen wie Christina Fahrnbach, Rebecca Daun und Jule Paloj den Verein, für die in erster Linie junge Spielerinnen aus der eigenen Jugend nachrücken. Für die Schriesheimerinnen geht die Runde erst in einer Woche mit dem schweren Auswärtsspiel in Brühl los.

Bereits an diesem Samstag ist der TSV Amicitia Viernheim im Heimspiel gegen den TSV Birkenau II gefordert. Trainer Mathias Kolander hat sechs neue Spielerinnen im Kader, wobei vom Verbandsliga-Aufsteiger Ilvesheim mit Lena Schaal und Vivien König ein Duo kommt. Dem gegenüber stehen die Abgänge von fünf erfahrenen Akteuren. Das Saisonziel ist durchaus ambitioniert: Platz eins bis fünf strebt Kolander nach einer intensiven Vorbereitung an.