Leserbrief

Leserbrief: Zu den Krötentunneln an der Gemeindeverbindungsstraße Walldürn-Hainstadt

Zwischen den Zeilen erkennbarer, zurechtweisender Dialog

Sehr geehrter Herr Busch! Es ist schon bemerkenswert, dass Sie in Ihrem Leserbeitrag nicht direkt, sondern auf dem Umweg, mich, Herrn Hemberger und Herrn Balles angesprochen haben bezüglich unserer kritischen Beiträge zur Krötentrasse/Tunnel, einen zwischen den Zeilen erkennbaren zurechtweisenden Dialog weiter führen möchten, obgleich zu diesem Thema meines Erachtens bereits alles gesagt und geschrieben wurde und somit sicherlich nicht dazu geeignet ist, diese entstandene Diskrepanzen zu entschärfen.

Nein, sie wollen weiterhin eine Suppe am Kochen halten und mit Ihrem Leserbeitrag nachwürzen, welche bereits gegessen ist und für den Einen oder Anderen sicher einen nachhaltigen Geschmack hinterlassen hat, wahrscheinlich auch bei Ihnen!(?)

Wie ich schon in dem Leserschreiben vom 28. April bemerkte, ist es selbstverständlich das legitime Recht eines jeden, Denkanstöße, aber auch Kritiken, über die Presse publik zu machen.

Es ist daher absurd, wenn Sie darauf hinweisen, dass dieses Privileg nicht nur mir zusteht, ebenso die Bemerkung, dass der Leser und nicht der Verfasser für Beurteilungen der Inhalte zuständig ist.

Auch die Bewertung Ihres Leserbriefs traue ich deshalb dem kompetenten Leser zu. Dass wir, die Genannten, wegen unserer kritischen Beiträge unter einer gefühllosen Kaltschnäuzigkeit über Leben und Tod von wehrlosen Kreaturen befinden (Zitat), weise ich hiermit als billige Polemik entschieden zurück.

Nicht nur diese Lebewesen bedürfen der Fürsorge von uns Menschen, auch die vielen Tiere, die den oft unnötigen leidenden Tierversuchen in den Laboratorien ausgesetzt sind, die verwahrlosten und gequälten, geschlagenen Hunde und Katzen, von manchen unzumutbaren Großtierhaltungen ganz zu schweigen.

Wo bleibt Ihr Einsatz für die vielen, in wilder Panik in Hecken geflüchteten, schwer verletzten Tiere, die oft elend zu Grunde gehen, und die auf den Straßen getöteten Tiere, deren seit Urzeiten angestammte Weilwechselwege von Menschenhand, auch sogenannten Tierschützern, rücksichtslos und ohne Leitsicherungsersatz, rigoros verbaut wurden?

Warum setzen Sie sich hier nicht auch für Tunnelleitlinien oder dergleichen Sicherungsmaßnahmen ein?

Ich praktiziere Tierschutz mit erheblichem finanziellen Aufwand aus meiner Schatulle für Tiere, welche halb verhungert und verwahrlost rumstreunen und unkastriert für weitere Populationen und somit Ärgernis sorgen.

Das nenne ich Tierschutz - und nicht eine verblendete Beschränkung auf eine besondere Unterrasse der Tierhaltung, wo man sich auch noch aus dem Staatssäckel bedienen kann, um dann auch noch über die Presse besorgte Kritiker wegen des überproportionalen finanziellen Aufwandes/Verschwendung als gefühllose und kaltschnäuzige Kritiker abzuwerten.

Sie haben unsere Bedenken, welche in erster Linie - und zwar berechtigt - dem finanziellen Unfug galten, mit billiger Stimmungsmache abgewertet und uns als Tierhasser gebrandmarkt und dazu missbraucht, uns in die Ecke von gefühlskalten Tierhassern zu stellen (Zitat).

Es ist somit für mich unerträglich, einen weiteren Dialog auf diesem Niveau mit Ihnen zu führen, weil ich diese Art von Kommunikation in höchstem Maße abwegig finde.

Aufgrund dieser Entgleisungen bitte ich um Verständnis, dass ich weitere Leserschreiben zu diesem Thema nicht mehr beantworten werde.