Leserbrief

Leserbrief Zu „Immer mehr Kinder psychisch krank“ (FN, 1. Oktober)

„Wir müssen dringend umdenken“

Es ist erschreckend, dass jedes fünfte Kind im „besten und reichsten Deutschland aller Zeiten“ unter psychischen Störungen leidet und somit stark in seinem körperlichen Wohlbefinden eingeschränkt ist.

Doch diese Tatsache ist bekannt, und die Entwicklung verstärkt sich von Jahr zu Jahr. Meine Landtagskollegen glauben Abhilfe durch Einstellung von immer mehr Sozialpädagogen schaffen zu können. Dies ist ein Trugschluss.

Kinder brauchen die Geborgenheit einer Familie; Mama, Papa oder Großeltern um sich herum, denen sie blind vertrauen und die ihnen das geben, was sie zum gesunden Aufwachsen am dringendsten benötigen – Liebe und Fürsorge. Keine staatliche Institution kann das jemals ersetzen.

Wir müssen erkennen, dass wir als Gesellschaft für die Priorisierung von Konsum und durch die Vernachlässigung ideeller Werte die Gesundheit unserer Kinder aufs Spiel setzen. Wir müssen dringend umdenken.

Die normale Familie muss wieder die Wertschätzung erfahren, die sie über Jahrtausende innehatte, und sie muss eine wesentlich stärkere finanzielle Unterstützung erhalten, als es momentan der Fall ist, so dass es einem Familienmitglied, ob Vater oder Mutter, möglich ist, seinen Kindern wieder die Zeit und den Halt zu geben, den sie benötigen.

Die Maßnahmen, wie Abstandsregeln, Kontaktverbot, Maskentragen verstärken diese Fehlentwicklung und lassen zahlreiche Psychologen Alarm schlagen. Eine ganze Generation werde kollektiv traumatisiert.

Kindern die Schuld an einer Ansteckung der Eltern zu geben, um die gewünschte Schockwirkung vor Corona zu erzielen, ist in meinen Augen ein Verbrechen.