Leserbrief

Leserbrief Zu „Merkel: Dürfen Verzagtheit nicht zulassen“ (FN, 2. Oktober)

„Volksvertretern auf die Finger schauen“

Während unser Bundespräsident vor Wochen Studenten die Demokratie erklärte und verteidigte und die Kanzlerin am 2. Oktober auf der FN-Titelseite im Artikel „Dürfen Verzagtheit nicht zulassen“, die Bürger motivierte, nicht deprimiert zu sein, wirkt der Artikel vom Mittwoch über erfolgte Mautverträge mit ungeahnten Folgekosten wie ein Genickschlag.

In einem schwebenden Verfahren Verträge abzuschließen und das noch mit dem Wissen des Kanzleramts – das stinkt doch zum Himmel. War da vielleicht Provision im Spiel? Wenn ich mir überlege, wie diese Menschen mit unseren brav bezahlten Steuern und dem immer noch zu zahlenden Soli umgehen, ist das ein Unding.

Dabei fällt mir auch die „Flinten-Uschi“ ein, unsere ehemalige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Was diese Frau sich mit Gutachten ohne Ausschreibung geleistet hat (auch an Firmen, an denen ihr Sohn beteiligt war) – dieses Handeln war an Dreistigkeit nicht zu überbieten.

Sie wurde zur Belohnung nach Brüssel befördert, wo sie jetzt ihre Interessen auf unsere Kosten vertreten kann.

Für solche undurchsichtigen Fälle wären außerparlamentarische Untersuchungen mit Konsequenzen dringend nötig. In Zeiten, in denen diese Politiker mit einem Pseudo- Klimapaket das Geld immer mehr aus der Tasche ziehen, sollten wir doch diesen Volksvertretern (unseren Angestellten) besser auf die Finger schauen und dies kundtun. Da habe ich Respekt vor Mitgliedern, die kritisch über ihre Parteimitgliedschaft nachdenken.