Leserbrief

Leserbrief Zu „Abschaffung der Corona-Tests für Rückkehrer umstritten“ (FN, 26. August)

„Unsere Ressourcen gezielt einsetzen“

Rund 875 524 Sars-CoV-2-Tests in der Kalenderwoche 33, davon 8407 positiv. Das sind 0,96 Prozent der Getesteten, bei denen Genfragmente des Corona-Virus nachgewiesen wurden. Ob es sich dabei um „Virusleichen“ nach durchgemachter Infektion handelt, ist nicht klar. Handelt es sich um falsch positive Befunde, die – nehmen wir einen niedrigen Wert an – bei 0,5 Prozent der Testergebnisse auftreten? Das würde bedeuten, dass jeder zweite Befund falsch positiv ist. Und wer von den positiv Getesteten ist krank?

Zur Auslastung unseres Gesundheitssystems: am 26. August liegen deutschlandweit 134 Covid-19-Beatmete auf den Intensivstationen bei 30 636 zur Verfügung stehenden Intensivbetten, wovon noch 8892 frei sind. Sars-CoV-2 ist entgegen des stets Suggerierten kein „Killervirus“

Die meisten Erkrankten überstehen die Infektion ohne Folgeerscheinungen. Wie bei einer Influenza gibt es schwere und tödliche Verläufe bei meist vorerkrankten alten Menschen. Auch bei der saisonalen Influenza können viele Erkrankte nicht geheilt werden – auch wenn sie geimpft sind.

Der Bonner Virologe Dr. Hendrik Streeck sagt aktuell: „ . . .wir sehen steigende Infektionszahlen, doch das sollte uns gar nicht solche Sorgen machen . . .“

Wichtig sei es, die Krankenhäuser und Intensivstationen im Blick zu haben.

Kosten der Tests in der Kalenderwoche 33: Zirka 52 Millionen Euro. Ist es nicht endlich an der Zeit, aufgrund realer Fakten und Zahlen unsere Ressourcen gezielt einzusetzen und im Umgang mit Sars-CoV-2 unaufgeregt und ohne permanente Erzeugung von diffuser Angst zu informieren und zu agieren?