Leserbrief

Leserbrief Zum Leserbrief „Sicherheit der Bürger gewährleisten“ (FN, 5. September)

„Unbegründete Ängste werden geschürt“

Die Menschen spüren, wie sich ihr Lebensumfeld durch die

Massenzuwanderung verschlechtert hat. Sie fühlen sich nicht mehr sicher, behauptet Dr. Klaus Hofmann in seinem Leserbrief. „In Berlin wurden 2017 bei 2737 Straftaten Messer eingesetzt; über sieben Messerattacken pro Tag“, führt er als Beleg für seine These aus. Er unterstellt damit, dass es vor allem Zuwanderer sind, die mit Messern auf Menschen losgehen. So manipuliert man mit Statistik.

Was Dr. Hofmann nämlich verschweigt ist, dass es bereits 2008, also lange bevor viele Flüchtlinge nach Deutschland kamen, in Berlin 2470 Taten gab, in denen Messer eine Rolle spielten. In den folgenden Jahren waren es einmal rund 2400, dann wieder 2700, im Jahr 2017 die erwähnten 2737 Taten. Dabei haben nicht in allen Fällen Täter mit dem Messer zugestochen. Vielmehr ging es auch um Drohungen mit einem Messer oder nur um den Besitz eines solchen.

Wir wollen Körperverletzungen und Tötungen, mit welchen Waffen und von wem auch immer, nicht verharmlosen. Jede ist eine zu viel. Man kann aber keineswegs davon sprechen, dass Messerangriffe durch die Migration signifikant zugenommen haben und sich die Sicherheitslage verschlechterte. Leserbriefe wie dieser von Herrn Hofmann schüren jedoch unbegründete Ängste in der Bevölkerung, um damit Politik zu machen.

Der Bad Mergentheimer CDU-Stadtrat Dr. Hofmann fördert auf diese Weise Fremdenfeindlichkeit und nationalistische Abschottung. Er betreibt damit das Geschäft der AfD.

Er braucht sich dann jedoch nicht zu wundern, wenn die Leute statt der CDU am Ende doch lieber gleich das Original wählen.