Leserbrief

Leserbrief zum Leserbrief „Unübersehbarer Schaden“ (FN, 18. Oktober)

„Öko-Deutschland zerstört sich selbst“

Heute erzeugen in Deutschland 30 000 Windräder manchmal Strom. 2017 waren das an der Primärenergie 2,8 Prozent. Bei 100 Prozent erneuerbar, brauchen wir rund 35 mal so viele, also über eine Million Windräder, auf jedem Quadratkilometer drei Stück! Sehr geehrte Frau Göggelmann, treten Sie doch einmal vor die Haustüre und stellen Sie sich das vor. Das ist der Supergau, der mit der Energiewende heraufbeschworen wird. Öko-Deutschland zerstört sich selbst.

Mit Pfeil und Bogen hat sich der Mensch Nahrung beschafft, aber auch Kriege geführt. Mit Messern hat er seine Nahrung zerteilt, mit Schwertern auch unvorstellbares Leid verursacht. Mit Feuer wärmte er sich bei Kälte, hat aber auch Städte niedergebrannt.

Egal, wo Sie hinsehen, wir leben nicht im Paradies, genießen aber den höchsten Lebensstandard aller Zeiten.

Bald wollen das zehn Milliarden Menschen. Wenn Sie sich über die globale Energieversorgung informiert hätten, wüssten Sie, dass die USA, Russland und China deshalb längst auf moderne Kernkraftwerke setzen, die viel effizienter und sicherer arbeiten als die bisherige Technik. Ich vertraue in Ingenieurleistung bei vielen Alltagstechniken. Nein, Frau Göggelmann, egal, wofür Sie oder ich mich entscheiden sollten, die Welt wird ohne Zweifel die nächsten Jahrhunderte mit Kernkraft gestalten, bis später das solare Feuer, die Kernfusion, Stand der Technik geworden ist. Die Welt giert nach Energie.

Deutschlands Weg ist global belanglos. Der Schaden durch Erneuerbare Energien an Mensch, Natur und Landschaft ist aber bereits heute ein nationaler Supergau.