Leserbrief

Leserbrief Zu „Konsens für mehr Klimaschutz“ (FN, 12. Oktober)

„Keineswegs den Heiligenschein verdient“

Starkes Signal für ein Klimapaket?

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther bezeichnete die Zustimmung des Bundesrats als ein starkes Signal. Allerdings fügte er an, dass dies bei aller gesellschaftlichen Akzeptanz sowie sozialer Verträglichkeit kein nationaler Alleingang bleiben darf.

Glaubt man den Worten von Wolf-Dieter Sporl, Botaniker und Ethnologe, vor kurzem zu Gast in der Sendung „Leute“ des SWR1, besteht in der Wissenschaft keinesfalls Einigkeit über den menschengemachten CO2-Anteil. 97 Prozent dieses Spurengases seien natürlichen Ursprung und geradezu ein Segen für das Leben. Hingegen bewertet er die mit der E-Mobilität einhergehende Umweltverschmutzung, als viel größeres Übel. Mit dieser Meinung steht er nicht allein. Selbst ZDF und Phoenix berichten über Cerro de Pasco und La Oroya, die dreckigsten Städte unserer Welt.

Stellvertretend für viele andere Rohstoffe sind hier nur Lithium und Kobalt genannt, die unverzichtbar für die Fertigung der Akkus der Elektroautos sind. Die Rohstoffgier reicht, was Südamerika betrifft, bis in die Kolonialzeit zurück.

Zur Anfertigung leichterer Karosserien aus Aluminium wird zudem noch mehr Bauxit, bevorzugt in den tropischen Regenwäldern, abgebaut. Giftiger roter Schlamm verseucht infolgedessen die Flüsse und vergiftet die Anwohner.

Man sieht also, die Elektroautos haben keineswegs den Heiligenschein verdient, den man ihnen gerne aufsetzt.