Leserbrief

Leserbrief Zum Wechsel von Ousman Dembélé zum FC Barcelona

Kapitalmarkt ist informiert

Ende August schlug die Nachricht über den Wechsel des Jungprofis Dembélé von Borussia Dortmund zu Barcelona wie eine Bombe ein. Nicht nur, weil dieser noch einen Vertrag beim BVB bis 2021 hatte, sondern wegen der hohen Ablösesumme von 147 Millionen Euro. Davon wurden 105 Millionen Euro klar als Fixum deklariert und 42 Millionen Euro als Boni genannt.

Da in den Medien nirgendwo beschrieben war, wie sich die 42 Millionen Euro Boni generieren, konnte man nur spekulieren.

Ist es abhängig von der Anzahl der Spieleinsätze Dembélés oder vom Abschneiden Barcas in der laufenden Liga-Runde beziehungsweise Champions-League?

Um dies zu erfahren, habe ich in meiner Eigenschaft als BVB-Aktionär eine Anfrage nach Dortmund gerichtet.

In der Antwort-Mail heißt es: "Aus vertraglichen Verschwiegenheitsgründen, die üblicherweise zwischen den Clubs vereinbart werden, können wir keine weiteren Angaben zu den einzelnen Voraussetzungen der variablen Zahlungen machen. Der Kapitalmarkt ist über die Gesamthöhe des Transfers informiert, was als ausreichend erachtet wird. Es spricht aber nichts dagegen, wenn Sie auf einer Hauptversammlung fragen, welcher Betrag bislang von der variablen Vergütung realisiert wurde." Soweit die Aussagen von Dr. Steden (Recht/Investor Relations).

Bleibt die Frage, warum das Fixum von 105 Millionen Euro nicht den Verschwiegenheitsgründen unterlag, über die Modifikation der Boni über 42 Millionen Euro aber solch ein Geheimnis gemacht wird.

Wie auch immer, seit dem Transfer hat die BVB-Aktie zum Höhenflug angesetzt und im S-Dax nichts mehr mit einem "Penny-Stock" zu tun!