Leserbrief

Leserbrief Offener Brief an MdB Dr. Wolfgang Reinhart

Jagdgesetz zurückführen

Sehr geehrter Herr Professor,

zuerst einmal herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Direktmandat. Da sie Freund der Jägerschaft des Main-Tauber-Kreises sind, möchte ich ihnen folgende Gedanken und Bitten übermitteln.

Bei der großen Jägerdemonstration in Stuttgart haben ja Sprecher der CDU und der FDP versprochen, das neue Jagdgesetz in die alte Form zurückzuführen, da es unsinnige Regelungen enthält.

Bitte trotzen sie bei den Koalitionsverhandlungen den Grünen viele unsinnige Gesetze aus der Grün-Roten Regierungszeit wieder ab.

So ist es ab dem 1. Januar 2016 verboten, Munition mit Bleikern und Kupfermantel bei der Jagd zu verwenden, außer bei Fangschüssen, da Bleioxide giftig sind. Diese Vorschrift gibt es nur bei grünen Regierungen und es ist ein Unsinn und eine Tierquälerei. Die bleifreien Geschosse sind meist massive Messing- oder Bronze-Geschosse. Dies ergibt oft große Qualen bei den Tieren, da diese Projektile oft nur Durchschüsse zur Folge haben und große Flucht- und Schmerzstrecken, bis zu nachgewiesenen 1200 Metern erzeugen. Außerdem führen diese federnden Geschosse viel leichter zu Querschlägern, deshalb sind bei Fangschüssen, die herkömmlichen Geschosse, mit dem duktilen Blei vorgeschrieben. Übrigens sind Kupferoxide auch giftig.

Sollte diese unsinnige Bestimmung weiterhin Bestand haben, stellt sich die Frage, wer ersetzt eigentlich die hohen Kosten der Lagerbestände bei Jägern und Jagdbedarfsgeschäften? Kauft die zukünftige Landesregierung die Bestände auf?

Weitere unsinnige Vorschriften könnten aufgeführt werden. Den Jägern werden immer mehr Knüppel in den Weg gelegt, obwohl man auf die Jagd nicht verzichten kann und die Jäger eine wichtige öffentliche Aufgabe erfüllen.

Bitte lassen sie sich von den Grünen nicht über den Tisch ziehen, es wäre fatal, erginge es der CDU nach fünf Jahren so, wie es der SPD nach der Wahl 2016 ergangen ist.

Mit freundlichen Grüßen