Leserbrief

Leserbrief Zu „Auf der Suche nach mehr Stabilität“ (FN 15. Oktober)

Ginter, Rüdiger und Süle fehlt die Klasse

Trainer Joachim Löw müsste eigentlich nicht lange nach mehr Stabilität in der DFB-Abwehr suchen. Denn mit der Aussortierung der beiden Weltklasse-Innenverdeidiger Hummels und Boateng hat er sich selbst ein „Eigentor“ geschossen. Bei jeder andere Nation wären die beiden unangefochtene Stammspieler. Ginter, Rüdiger und auch Süle sind zwar Arbeiter und Kämpfer, aber es fehlt ihnen die Klasse für eine gekonnten Spieleröffnung nach vorne. Aber die eigentliche Schuld an der Misere haben die DFB-Oberen. Denn nach dem WM-Debakel 2018 in Russland, war es am DFB einen Schnitt zu vollziehen und Trainer Löw, trotz aller Verdienste im WM-Jahr 2014, freizustellen. Seither hat die Nationalelf bei den Fans viel an Ansehen verloren und viele können sich kaum mehr mit ihr identifizieren. Wie sehr die talentierten jungen Angriffsspieler wie Havertz, Gnabry, Werner und Sané auch zaubern und teils herrliche Tore erzielen, wird dies in der unsortierten Abwehr wieder zunichte gemacht. Und wenn man ehrlich ist, würden wir noch immer auf den ersten Sieg 2020 warten, wenn beim Siegtreffer in der Ukraine, der sonst sehr starke ukrainische Torhüter, nicht von seinem eigenen Verteidiger behindert worden wäre. Aber bei all den widrigen Umständen, hat der teils eitle und selbstherrliche Trainer Löw noch den Mut, für die EM nächstes Jahr als Minimalziel das Halbfinale auszugeben. Wer’s glaubt, wird selig!