Leserbrief

Leserbrief Zu „Strompreis dürfte steigen“ (FN, 15. Oktober)

„Falsches Spiel der Stromkonzerne“

Die Bundesnetzagentur hat bekanntgegeben, dass die EEG-Umlage 2020 auf 6,756 Cent pro Kilowattstunde steigen wird.

Und schon wird der Öffentlichkeit mitgeteilt, dass damit einhergehend zwingend auch der Strompreis für die Endverbraucher steigen wird.

Diesen scheinbaren Automatismus gibt es aber nicht.

Denn eine Erhöhung dieser EEG-Umlage wirkt sich meist senkend auf den Strompreis an der Börse aus. Leider geben dann die meisten Stromverkäufer diese gesunkenen Beschaffungspreise nicht an die Verbraucher weiter, sondern erhöhen ihre Gewinne.

Diese Gewinnerhöhungen werden dann aber meist verschwiegen.

Als Ursache für eine Strompreiserhöhung werden dann immer wieder die Erneuerbaren Energien angegeben.

Diese Argumentation finden wir nun schon seit über zehn Jahren bei uns. Unisono übernehmen die großen Nachrichtenagenturen wie auch öffentlich-rechtliche Sender in Verbindung mit CDU/CSU, SPD und FDP diese Argumentation der Stromindustrie.

So wurde der Ausbau der Erneuerbaren in den letzten Jahren regelrecht ausgebremst. Es wird jetzt langsam wirklich Zeit, dass auch die großen Medien endlich die wahren Hintergründe in diesem bösen Spiel aufdecken und nicht nur die falsche Argumentation der Atom- und Kohlekonzerne kritiklos wiedergeben.