Leserbrief

Leserbrief Zu „Polizei holt Kinder zur Abschiebung“ (FN, 15. Dezember)

Der Polizei ist nichts vorzuwerfen

Zwei albanische Kinder wurden vor einigen Tagen von der Polizei (von wem sonst?) aus dem Kindergarten beziehungsweise Schule abgeholt, um die (sicherlich rechtskräftige) Abschiebung nach Albanien (inzwischen ein freies Land) vorzunehmen.

Wo waren die albanischen Eltern? Warum haben diese nicht dafür gesorgt, dass die Heimreise ordnungsgemäß und reibungslos (sicherlich mit Hilfe des deutschen Staates – wenn nötig) durchzuführen?

Der Rückführung der Familie nach Albanien ging sicherlich ein ordnungsgemäßes, längerfristiges behördliches Verfahren voraus – schließlich sind wir ein demokratischer Staat: Anhörung – Entscheidung – Vollzug der Entscheidung. So ist das in unserer Demokratie.

Sich aber hinzusetzen, die staatliche Entscheidung abzuwarten und dann erst zu meckern: Das ist unverantwortlich – von den albanischen Eltern. Auch das „Geschockt-Sein“ der Schulrektorin und des Kinderhaus-Leiters gehen ins Leere: Ihre Aufgabe wäre gewesen, die albanischen Eltern im Voraus über ihren Aufenthaltsstatus zu informieren – und nicht erst im Nachhinein Krokodilstränen zu vergießen! Fazit: Trotz Ihres reißerischen Artikels ist der (vollziehenden) Polizei in keiner Weise etwas vorzuwerfen!