Leserbrief

Leserbrief Zu „Ausgewogener sein“ (FN, 30. Mai)

Der BVB zeigt auch soziales Engagement

Herr Hillebrand und Herr Metzger, Sie haben als Bayern-Fans das Spiel in Dortmund auch so gesehen, wie es Ihnen passt. Fakt ist, dass weder Lewandowski gegen Hummels, noch Haaland gegen die starke Bayern-Abwehr einen Stich bekamen. Und was dpa als Geniestreich Kimmichs beim 1:0 bezeichnete, ist aus BVB-Sicht nichts anderes als ein Torwartfehler gewesen, da Bürki ohne Not etwa fünf Meter vor seinem Tor stand. Wäre er nur einen Meter weiter hinten gestanden, hätte er den Ball mit der Mütze fangen können. Das zum Sportlichen.

Was das von den beiden Herren angesprochene soziale Engagement des BVB während der Corona-Krise betrifft, kann ich nur sagen, dass sich der BVB, genauso wie die drei anderen Champions-League-Teilnehmer, an der 20-Millionen-Euro-Spende für die minderbemittelten Erst- und Zweitligavereine beteiligt hat. Desweiteren hat Dortmund seit Anfang April sich bereit erklärt, Teile der Nordtribühne des Signal-Iduna-Parks für ein Corona-Behandlungszentrum zur Verfügung zu stellen, wo Verdachtsfälle behandelt, sowie Patienten mit entsprechenden Symptomen untersucht werden können. Bereits der Vereinsgründer des BVB, Franz Jacobi, hat 1904 die Aussage getätigt: „Die Qualität eines Fußballvereins zeigt sich darin, wie er seinen sozialen Aufgaben gerecht wird“. Dementsprechend hat der BVB auch 2012 die Stiftung „leuchte auf“ gegründet, eine gemeinnützige, rechtsfähige Stiftung, deren Ziel es ist, Projekte und Organisationen mit materiellen und finanziellen Mitteln in der Region Ruhrgebiet zu unterstützen. Reicht Ihnen das?

Auf zwei Rekorde will ich übrigens noch eingehen: Die Bayern haben mit 80 Millionen Euro für Hernandez von Atletico Madrid den teuersten deutschen Zukauf getätigt, der derzeit im Team keine Rolle mehr spielt. Und der BVB hat den teuersten deutschen Verkauf getätigt und für den Trainingsrebellen Dede 140 Millionen Euro von Barcelona kassiert. Ich selbst bin mit einem Champions-League-Platz des BVB zufrieden, auch wenn die Bayern noch zig weitere Meisterschaften holen sollten. Ich bleibe ein Borusse (Preuße) und werde nie ein Bazi.