Leserbrief

Leserbrief Zu „Kramp-Karrenbauer zum ersten Mal im Kabinett“ (FN, 1. August)

„Coup“ ist Merkels Werk

Frau AKK: Nun sitzt sie im Kabinett, die neue Verteidigungsministerin. Die Befehls- und Kommandogewalt über, und die Verantwortung für die Bundeswehr hat sie schon übernommen. Von ihren Voraussetzungen her tritt sie in die Fußstapfen ihrer Vorgängerin: Mangelnde Kompetenz.

Lässt sich diese mit medialer Präsenz überspielen? Die Forderungen zur Erhöhung des Verteidigungsetats und öffentliche Gelöbnisse weisen schon in diese Richtung. Am Vermächtnis ihrer Vorgängerin wird sie schwer zu tragen haben: eine desolate Bw, ein Untersuchungsausschuss.

Die Entwicklung in der Sicherheitspolitik lässt sich nicht ignorieren. Glück auf!.

Frau von der Leyen ist besonders dankbar für diese Wende und den Aufstieg zur EU-Kommissionspräsidentin, als Würdigung ihrer besonderen Leistungen als Bundesministerin der Verteidigung.

Sie hat, wenn es um die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr geht, schlechthin versagt. Auch sollten ihre externen kostspieligen Beratungen um Mc Kinsey und der Finanzskandal um die Gorch Fock noch aufgeklärt werden. Geglänzt hat sie im medialen Bereich. Das reicht aus für eine politische Karriere.

Zeit Online schrieb: „Die neue EU-Kommissionspräsidentin ist auf fragwürdige Weise ins Amt gelangt.“ Dieser „Coup“ und die AKK-Personalie sind allein Merkels Werk. Dabei hat sie ihre rational orientierte Haltung als Kanzlerin verlassen und ist in die Niederungen der Macht abgetaucht.

Auf Parteiebene riecht das nach persönlicher Abrechnung, vor allem mit dem männlichen Potenzial. Konkurrenz zu dulden, war noch nie ihre Stärke. Die Liste der Opfer ist lang. Sie hat sich auf unrühmliche Art und Weise für ihren Abgang gerächt.