Leserbrief

Leserbrief Zu "Grüne gehen auf Distanz zur FDP" (FN 18. September)

Bemühen um Sachlichkeit und Aufklärung

Von wegen Montag ist Sporttag. Der Wochenanfang gehörte dieses Mal in den Fränkischen Nachrichten eindeutig der politischen Berichterstattung.

Und in ein und derselben Ausgabe der Zeitung wurde deutlich, was guten Journalismus von tumbem Parteigetöse unterscheidet: Das Bemühen um Sachlichkeit und Aufklärung. Unangenehm berührte mich die Positionierung der Etablierten zur AfD im Beitrag über die Parteitage der Grünen und der FDP.

Fernab jeder inhaltlichen Argumentation bedienten sich da die Parteiführer der üblichen Phrasen, schütteten die bekannten Schmutzkübel aus und versuchten, die Rechtspartei in schlichter Art als verfassungsfeindlich schnell mal abzukanzeln.

Die Damen und Herren sollten eigentlich langsam wissen, dass man so dem politischen Gegner die Menschen nur in die Arme treibt.

Ganz anders dagegen die FN in den Artikeln über die Wahlauftritte der AfD in Wertheim und Buchen. Ich bin sicher, dass sich Herr Borges beim Schreiben des Textes oft zurückhalten musste.

Aber letztendlich kam ein feines Stückchen Journalismus dabei heraus. Zitierend, aber nicht interpretierend und ohne tendenziöse Headline, überließ er es einfach dem Leser, sich sein Urteil zu bilden.

Wie erfrischend in unserer täglichen medialen Wirklichkeit, die gerade im Umgang mit politisch Andersdenkenden von billiger Meinungsmache gekennzeichnet ist! Danke dafür, liebe Redaktion, besonders auch deshalb, weil es Ihnen die AfD nicht immer leicht macht.