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Soziales Ministerium will Wohnformen für ältere, pflegebedürftige sowie behinderte Menschen fördern

45 Millionen für Förderprogramm

Stuttgart.Das grün-schwarze Kabinett will in seiner nächsten Sitzung am kommenden Dienstag ein Wohnraum-Förderprogramm für Menschen mit Unterstützungs- und Versorgungsbedarf mit einem Finanzvolumen von 45 Millionen Euro auf den Weg bringen. Das Konzept ist bis zum Jahr 2022 angelegt. Ab dem kommenden Jahr sollen sich die jährlichen Kosten auf jeweils 15 Millionen Euro belaufen. Die Kabinettsvorlage für die Sitzung liegt dieser Zeitung vor.

Ziel sei es, „eine Konzeption zur Förderung neuer Wohnformen für ältere und pflegebedürftige Menschen sowie für Menschen mit Behinderungen als eigenen Förderansatz vorzulegen, die die Wohnraumförderung des Landes eigenständig ergänzen kann“, schreibt Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha (Grüne).

Bedarf mehr als doppelt so hoch

In dem Kabinettsvorlage heißt es, derzeit fehlten im Südwesten laut einer Studie der L-Bank alleine rund 220 000 altersgerecht ausgestattete Wohnungen. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung werde sich der Bedarf auf rund 486 000 Wohnungen erhöhen. Mit dem neuen Konzept sollen deswegen ambulant betreute Wohngemeinschaften älterer Menschen unterstützt werden.

Lucha geht davon aus, dass im Südwesten mit dem neuen Konzept voraussichtlich 80 Förderanträge pro Jahr für Wohnraum älterer und behinderter Menschen unterstützt werden können. Gefördert werden sollen der Um- und Neubau von Gebäuden und Wohnungen für Wohngemeinschaften. Die Förderung soll über die L-Bank laufen.