Ladenburg

Ladenburg Gespräch mit CDU-Kandidaten / Partei setzt schwerpunktmäßig auf Sanierung, Politik für alle Generationen und ein besseres Stadtmarketing

CDU fordert baldigen Bau der Halle

Archivartikel

Gleich drei CDU-Kandidaten kamen zum Gespräch in die Ladenburger Geschäftsstelle des „MM“: Brigitte Gutfleisch, Günter Bläß und Karl-Martin Hoffmann. „Der Stimmenstärkste, der Fraktionsvorsitzende und eine Frau“, scherzte Bläß. Dann ging das Trio auf die Schwerpunkte der Christdemokraten im Kommunalwahlkampf ein.

Umfassende Sanierung: „Der Beschluss für die neue Halle ist gefallen. Und wir werden darauf drängen, dass er auch zeitnah umgesetzt wird“, erklärte Fraktionsvorsitzender Hoffmann. Parallel müsse man die Sanierung der Lobdengauhalle planen und eine Bestandsaufnahme der Schäden machen, waren sich die Christdemokraten einig. Sanierungsbedarf gebe es auch in der Merian-Realschule und im Anbau des Carl-Benz-Gymnasiums. Und noch immer müssten viele Straßen saniert werden, warf Günter Bläß ein. Der Abschnitt der Kirchenstraße zwischen Hauptstraße und Heidelberger Straße sollte nach Auffassung der CDU in absehbarer Zeit drankommen, ebenso der Abschnitt der Hauptstraße zwischen Schriesheimer Tor und Schulstraße. Auch die beiden Rasenplätze im Römerstadion müssten hergerichtet werden, um Akzeptanz bei den Sportlern zu haben.

Ein Ladenburg für alle Generationen: Was versteckt sich hinter dem Programmpunkt „Ladenburg für alle Generationen“? Zuerst spricht Hoffmann die Betreuungsangebote für Kinder an, die ausgebaut werden müssten. Er erinnert daran, dass die CDU im Rahmen der Haushaltsberatungen eine Prüfung beantragt hatte, wie der St. Josefs-Kindergarten erweitert werden könnte. Das habe die Ratsmehrheit aber leider aus Kostengründen abgelehnt. „Dabei hätte man damit drei Fliegen mit einer Klappe schlagen können“, so Karl-Martin Hoffmann: Zum einen bestehe nämlich Bedarf, das Projekt trage zur Belebung der Altstadt bei, und die beiden Häuser wären saniert.

Für die ältere Generation wünscht sich Brigitte Gutfleisch seniorenfreundliche Wohnangebote, zum Beispiel in der Nordstadt. Dafür würde dann bestehender Wohnraum frei, den junge Familien beziehen könnten. Natürlich geht es der CDU auch um die barrierefreie Gestaltung von Straßen und Bushaltestellen. Und mit dem Ausbau von Sportstätten sowie der Pflege von Grünanlagen tue man etwas für alle Generationen, ebenso mit einem besseren Öffentlichen Personennahverkehr.

Stadtmarketing: Unzufrieden ist die CDU mit dem Stadtmarketing: „Es passiert nichts.“ So mache man nichts daraus, dass Ladenburg die Benz-Stadt sei, zudem eine ungewöhnlich alte und ungewöhnlich schöne Stadt. Diese Qualitäten müssten bekannter gemacht werden. Ladenburg sollte deshalb auf Tourismusmessen vertreten sein, sowohl im näheren als auch im weiteren Umfeld. „Und wenn wir den Wohnmobiltourismus fördern, dann beleben wir die Altstadt und gewinnen Botschafter, die Ladenburg weiterempfehlen“, erläutert Hoffmann.

Die CDU ist dafür, eine Fachkraft einzustellen, die Ladenburg professionell vermarktet. Und es geht der Partei natürlich auch darum, dass diese Person Firmen anspricht, die sich eventuell in der Römerstadt ansiedeln wollen.

Brigitte Gutfleisch kann sich auch vorstellen, dass eine Vergrößerung des Angebots auf dem Wochenmarkt Leben in die Altstadt bringt: „Denn mehr Vielfalt bringt mehr Besucher.“ Ein Beispiel: Vor einigen Jahren habe eine Frau dort Dampfnudeln verkauft, ein Besuchermagnet. „So jemanden sollte man locken.“ Eine Aufgabe, die nach Auffassung der Christdemokraten ebenfalls der Marketing-Fachmann übernehmen könnte.