Kultur

Von "Sturm" bis Tanz: Festspiele mit großer Vielfalt

Archivartikel

Ludwigshafen.Mit dem Stück "Der Sturm" von William Shakespeare in einer Inszenierung von Intendant Tilman Gersch beginnen am 3. Oktober die Festspiele Ludwigshafen. ""Der Sturm" berührt mich, in dem Gedanken nach Versöhnung, Verzeihen, Vergeben", sagte Gersch der Deutschen Presse-Agentur. Das Stück sei eine Romanze. "Wie schön das klingt. Wie selten sind solche Worte geworden: Zauber, Anmut, Reinheit, Güte." Das Programm der Spiele, die bis zum 12. Dezember laufen, wurde am Donnerstag vorgestellt.

Der Kulturreigen bietet erneut große Vielfalt, unter anderem "Ratten Ludwigshafen" nach Gerhart Hauptmann. "Das Stück untersucht Schicksale von Bürgern aus Ludwigshafen", sagte Gersch. Zudem gastiere etwa die Schaubühne Berlin mit "Fräulein Julie" von August Strindberg und einer weiteren, noch unklaren Produktion. "Palermo Palermo" vom Tanztheater Wuppertal Pina Bausch bildet den Abschluss.

"Die Zeiten sind aufreibend", sagte der Intendant über Kultur während der Corona-Pandemie. "Viel Aufwand, viel Vergeblichkeit bei vielem Warten. Stillstand, Hoffen und Bangen - und kleine Schritte." Speziell für die Spielstätte sei ein Hygiene-Konzept mit den Behörden erstellt worden. "Das ist schon eine tolle Sache."

Es schmerze natürlich, wegen der Corona-Regeln Abende anzubieten, die nur 280 Zuschauer sehen dürften, die aber problemlos mit 1150 Zuschauer ausverkauft wären. "Dennoch überwiegt die Freude, endlich wieder zu spielen, das Publikum zu begrüßen, großartige Künstler zu empfangen", sagte Gersch. In der Vereinzelung spüre man erst recht, wie wichtig es sei, Momente der Übereinstimmung mit Anderen zu haben.

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