Kultur

Kunst Mannheimer Schau erinnert an NS-Beschlagnahme

Unter Hitler verboten

Mit knapp 600 beschlagnahmten Kunstwerken zählt die Mannheimer Kunsthalle zu den Museen, die 1937 am stärksten von den Enteignungsaktionen der Nationalsozialisten betroffen waren. Für eine Ausstellung der Graphischen Sammlung kehren nun 34 der damals insgesamt 471 enteigneten graphischen Arbeiten zurück nach Mannheim. Unter dem Titel „Beschlagnahmt! Rückkehr der Meisterblätter“ werden sie vom 22. März bis zum 23. Juni als Ergänzung der Ausstellung „(Wieder-)Entdecken – die Kunsthalle 1933 bis 1945 und die Folgen“ präsentiert.

Rückkehr für drei Monate

Im Jahr 1937 wurden in mehr als hundert deutschen Museen Tausende Kunstwerke beschlagnahmt, die nicht in das von den Nationalsozialisten propagierte Weltbild passten. Darunter Werke des Kubismus, Expressionismus oder Dadaismus. Bis heute bleibt der Verbleib der beschlagnahmten Kunst noch immer größtenteils ungeklärt. Nur 19 der 471 enteigneten Werke befinden sich aktuell wieder im Besitz der Kunsthalle. Die hier präsentierten Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken sind Leihgaben unter anderem der Wiener Albertina, des Kulturhistorischen Museums Rostock oder des Kunstmuseums Basel.