Kultur

Jazz im Quadrat: Flourishless gewinnen Voting

Archivartikel

Mit großem Vorsprung hat das Mannheimer Duo Flourishless bei der Abstimmung im Morgenweb, dem Internet-Auftritt dieser Zeitung, gesiegt. Es verwies die Mitbewerber Sarah & The Gang und Sofia Stark auf die Plätze zwei und drei. Flourishless treten somit am 5. Oktober beim ersten Konzert von „Jazz im Quadrat – Hautnah Entdeckungen“, der Veranstaltungsreihe dieser Zeitung, im neuen Jazzclub „Ella & Louis“ im Keller des Mannheimer Rosengartens auf.

Betont gelassen reagiert Paul Gerlinger, Gitarrist und Sänger von Flourishless, im Telefongespräch mit dieser Zeitung: „Schön, dass das geklappt hat.“ Die musikalische Devise der Band, die der Percussionist und Sänger Phillip Valentin komplettiert, kommt nicht von Ungefähr. „Wir machen schnörkellose , effektfreie, ehrliche Musik“, erklärt Gerlinger. „Es gibt viele, die sich hinter Effekten verstecken. Wir nicht.“

Seit 2013 spielen die beiden Musiker zusammen. „Wir sind beste Freunde“, sagt Gerlinger. Beeinflusst von Klassikern wie Leonard Cohen, Bob Dylan und Bruce Springsteen haben Flourishless ihren Stil gefunden: Stimmungsvolle Songs in bewusst reduzierter, minimalistischer Instrumentierung, die von Folk und Blues beeinflusst sind. Die Art, wie Gerlinger Töne auf der Gitarre dehnt und zieht, ist aber ohne – mittelbaren – Jazz-Einfluss nicht denkbar. Seine knorrig-raue Stimme besitzt dagegen ausgesprochene Rock-Qualitäten.

Gesungen wird größtenteils auf Englisch, „das fließt bei mir besser als die deutsche Sprache“, erklärt der Gitarrist. Außerdem könne er sich selbst besser betrachten: „Wenn du die Sprache wechselst, wechselst du auch die Perspektive. Es ist so, als ob sich dadurch ein externer Beobachter einschalten würde“, erläutert er. Und so falle es ihm leicht, persönliche Texte über Beobachtungen und Gefühle zu schreiben. 

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