Kultur

Interview Sonja Gerhardt stellte zusammen mit Emilio Sakraya ihren neuen Film „Kalte Füße“ im „Cineworld“ in Dettelbach vor

„Ich mache das, worauf ich Lust habe“

Einem breiten Publikum bekannt wurde Sonja Gerhardt durch Filme mit geschichtlichem Hintergrund wie „Ku’damm 56 und 59“, „Honigfrauen“, „Deutschland 83 und 86“ sowie „Jack The Ripper“.

Mit der „neuzeitlichen“ Komödie „Kalte Füße“ ist Gerhardt jetzt neben Emilio Sakraya und Heiner Lauterbach im Kino zu sehen.

Im Interview mit den Fränkischen Nachrichten während des Besuchs im Dettelbacher Cineworld sprach die Schauspielerin unter anderem darüber, weshalb es jetzt einmal Zeit für etwas Komödiantisches war.

Frau Gerhardt, was war für Sie das Reizvolle an der Geschichte von „Kalte Füße“?

Sonja Gerhardt: Ich hatte Lust, nach vielen ernsteren Filmen, auch mal wieder eine Komödie zu drehen und fand die Rolle spannend, weil sie eine Entwicklung durchmacht.

Am Anfang ist Charlotte noch unsicher, wird dann aber immer selbstsicherer. Außerdem gefällt mir der Grundgedanke des Films: Familienzusammenhalt.

Sie waren an einigen Filmen mit einem historischem Bezug beteiligt – Absicht oder hat sich das so ergeben?

Gerhardt: Das hat sich so ergeben. Es fing an mit „Dessau Dancers“, einem Film, der aufzeigt, wie der Breakdance in die DDR gekommen ist. Dann kam „Deutschland 83“, dann „Ku’damm“. Die historischen Filme haben mich angesprochen, da ich dabei sehr viel lernen konnte.

Zum Beispiel auch, wie sehr Frauen in den 50er Jahren für ihre Rechte kämpfen mussten, das war mir vorher nicht in diesem Maß bewusst. Das sind Dinge, die mich sehr interessiert haben.

Wenn Sie selbst mal ein Drehbuch schreiben würden, in welche Richtung würde es gehen?

Gerhardt: Ich denke, eher in die moderne Richtung, denn für einen historischen Film bedarf es einer teils Jahre langen und sehr ausführlichen Recherche. Man muss die ganzen Fakten ja auch belegen können.

Gibt es schon eine Idee dafür?

Gerhardt: Ich habe da schon was im Kopf, aber will noch nichts verraten.

2017 waren Sie bereits für einen Emmy nominiert. Haben Sie von dieser Erfahrung etwas „mitgenommen/gelernt“?

Gerhardt: Ich habe mich sehr gefreut, dass ich nominiert war, das war eine große Ehre für mich. Und es war interessant und ein einmaliges Erlebnis, vor Ort in New York dabei gewesen sein zu dürfen. Das werde ich so schnell nicht vergessen.

Auf den Social Media-Kanälen sieht man bei Ihnen auch gerne Fotos, die in einem gewissen Fashionlook oder künstlerisch verspielten Stil gemacht wurden – hat dieser Stil einen Namen?

Gerhardt: Ich mache einfach das, worauf ich Lust habe, und folge keinen bestimmten Trends. Wenn die Idee cool ist, sage ich zu. Mir gefällt es, mich in verschiedenen Facetten zu zeigen.

Für Fotos beispielsweise, kommen die Fotografen dann auf Sie zu?

Gerhardt: In den meisten Fällen ja.

Wird „Ku’damm“ eigentlich fortgesetzt?

Gerhardt: Das hoffen wir alle natürlich sehr, aber bisher gibt es noch keine offizielle Bestätigung. Also Daumen drücken! ella