Kultur

Pop Mannheimer Musiker schreibt für Netflix-Serie

Gropper läuft international

Ein nächster großer Karrieremeilenstein für den Mannheimer Konstantin Gropper zeichnet sich ab: Wie der Sänger und Kopf des Indie-Pop-Projekts Get Well Soon über Twitter mitteilte, sei er die vergangenen fünf Monate komplett davon absorbiert gewesen, den Soundtrack für die deutsche Netflix-Serie „How To Sell Drugs Online (Fast)“ geschrieben und produziert zu haben.

Er verkündet noch einen weiteren Grund zur Freude: Die sechsteilige Comedy-Miniserie, die vom Streamingdienst Netflix 2018 nach den Erfolgen von „Dark“ und „Dogs of Berlin“ mit dem Titel „Don’t try this at home“ angekündigt worden war, läuft im Wettbewerb Canneseries. Der bereichert zum zweiten Mal das Programm der Fernsehmesse MIPTV im südfranzösischen Cannes und läuft vom 5. bis 10. April im Palais des Festivals. Mit „Neue Zeit“, einer ZDF-Produktion über Bauhaus-Vordenker Walter Gropius, ist noch eine zweite deutsche Serie unter den zehn Nominierten.

Drogen im Internet verkauft

Der Titel „How To Sell Drugs Online (Fast)“ bringt die wahre Geschichte hinter dem Drehbuch auf den Punkt: Den Fall des 18-jährigen Leipzigers Maximilian S., der 2013 aus seinem Kinderzimmer über das Internet Drogen verkaufte und dabei schnell vier Millionen Euro einnahm. 2015 gab es dafür sieben Jahre Haft.

Zu den Produzenten der für den internationalen Markt gedachten Serie, deren Startdatum Netflix noch vage mit 2019 angibt, gehört Philipp Käßbohrer. Dieser stammt wie Popakademieabsolvent Gropper aus Biberach an der Riß, hat schon Videos für Get Well Soon oder Sizarr gedreht und verantwortet Jan Böhmermanns TV-Show „Neo Magazin Royale“. Einer der Regisseure, Arne Feldhusen, und Schauspieler Bjarne Mädel kommen aus dem Umfeld der Comedy-Serie „Stromberg“. In weiteren Rollen: Maximilian Mundt und Lena Klenke. Gropper hat bereits Beiträge zu den Soundtracks von Wim Wenders’ „Palermo Shooting“ (2008) oder Detlev Bucks „Same Same But Different“ (2010) oder die Musik zur ARD-Produktion „Einsamkeit und Sex und Mitleid“ (2018) beigesteuert. jpk