Kultur

BigCityBeats World Club Dome 180 000 Besucher feiern im größten Club der Welt in Frankfurt / Weltpremiere mit Steve Aoki

Ein intergalaktisches Spektakel

Vor wenigen Stunden ging sie mit einem Rekord, einer Auszeichnung und einer bahnbrechenden Message für die weltweite Club-Community zu Ende – die BigCityBeats World Club Dome Space Edition. Mit 180 000 Besuchern aus 70 Nationen war der für drei Tage größte Club der Welt restlos ausverkauft. Mehr als 230 DJs und Acts spielten in der Frankfurter Commerzbank-Arena und auf dem umliegenden Wald-, Wiesen- und Schwimmbadgelände. Noch nie feierten so viele Party-People ihre Superstars. Noch nie wurde die Botschaft verkündet, im Weltall einen Club entstehen zu lassen. Und noch nie bekam der Head von BigCityBeats einen Preis „from outer Space“. Die BigCityBeats World Club Dome Space Edition war ein intergalaktisches Spektakel.

Es war keine Message, die um die Welt ging – es war eine Message, die über die Grenzen des Planeten hinaus ging - im wahrsten Sinne: Nach der spektakulären Openingshow am Freitag, in der ein 28 Meter hoher, original- und maßstabsgetreuer Nachbau der Ariane 5-Rakete vor rund 55 000 Besuchern in der Arena enthüllt wurde, verkündete Event-Visionär Bernd Breiter zusammen mit seiner Frau Carina die Nachricht, die ein weltweites Club-Beben auslöste: BigCityBeats schickt seinen World Club Dome ins All – auf die Internationale Weltraumstation ISS. Um dieses interstellares Clubvorhaben entstehen lassen zu können, wurde ESA-Astronaut Luca Parmitano von Bernd Breiter und seinem Resident-DJ Le Shuuk im Europäischen Astronauten-Zentrum EAC Köln zum DJ ausgebildet. Parmitano wird der erste italienische Kommandant auf der ISS sein – und der erste DJ, der im Outer Space das erste Set spielen wird. Das Set wird plangemäß live am 13. August 2019 nach Ibiza übertragen – zur BigCityBeats World Club Dome Cruise Edition.

Zuvor brachte Trance-Pionier Armin van Buuren die rappelvolle Arena in eine wahre Sound-Ekstase. Aber nicht nur die Partygäste waren völlig aus dem Häuschen – auch Firmengründer Bernd Breiter. Er erhielt für sein Engagement, die Bereiche Entertainment und Wissenschaft zu verweben, eine Auszeichnung. Emmet Fletcher von der ESA überreichte dem Frankfurter zwei Solarzellen eines Flügels des Hubble Weltraumteleskops, das von 1998 bis 2002 im All war.

Am Samstag fieberten die World Clubber ganz besonders einer Weltpremiere entgegen: Der Auftritt von Steve Aoki feat. Timbaland in der Mainstage war das Highlight des Tages. Schon im Vorfeld wurde spekuliert, wie die Performance wohl ankommen mag. Denn die beiden US-Amerikaner wagten das schier Unmögliche: Sie vereinten EDM und Hip-Hop. Und das in einem Set. Klar, dass die 55 000 Party-People in der Arena kein Halten mehr kannten. Und als dann auch noch ohne Vorankündigung und als Surprise-Act The Black Eyed Peas auf die Bühne kamen, mitfeierten und -rappten, konnte man die Freude der Crowd wohl bis zur ISS hören.

Unvergessliche Augenblicke – die gab es auch auf der Outdoor Mainstage zu erleben. Das Konzept, einen neuen, riesigen Floor für bis zu 15 000 Feierfreunde entstehen zu lassen, kam sensationell an. Hier tanzte man zu Charthits mit Lost Frequencies, zu House-Tunes von Hugel aus Frankreich, aber auch zu elektrisierendem und polarisierendem Hip-Hop mit Tinie Tempah und zu Dancepop mit US-Superstar Jason Derulo. Schräg gegenüber der Outdoor Mainstage war das Imperium für die härtesten Beats der elektronischen Musik angesiedelt: die Zombie Stage. Wen die Bühne an „Nightmares on Elm Street“ erinnerte, lag ganz richtig. Denn hier ging es in der Tat dark, düster, hart und brachial her, mit unter anderem zwei der erfolgreichsten Hardstyle-Projekte der Welt: Bassjackers und Da Tweekaz

Einmal über den Walk of Fame gelaufen und rechts abgebogen, erreichte man die WCD Pool Sessions. „Sonne, Schäfchenwolken, Badehose, Techno“, so ließen sich die Moods und Vibes beschreiben. Und verbreitet hat sie am Samstag der spanische Party-Exporteur mit den verrücktesten Bühnendesigns: elrow. Zum Sound von Claptone und Andhim tanzten Tausende auf der grünen Wiese. Pures Ibiza-Feeling, mit Techno open Air und den startenden und landenden Flugzeugen über den Köpfen der Besucher. Eine Punktlandung war auch das Take-over von Cocoon, die am Sonntag das Hosting innehatten. Und während Sven Väth hier mit seiner Crew das Techno-Zepter übernahm, feierte man nebenan eine Deutschland-Premiere: Die Tech-House- und Minimal-Reihe Ants aus dem legendären Ushuaaïa betrat mit Andrea Oliva und Nic Fanciulli zum allerersten Mal deutschen Festivalboden.

Mit den Sets von Don Diablo, Dimitri Vegas & Like Mike, David Guetta und Robin Schulz fuhr das BigCityBeats-Club-Raumschiff seine Landeklappen aus, mit Kurs auf Frankfurt. Die Tore des größten Clubs der Welt schlossen sich aber nicht, ohne die nächsten Reisen ins Club-Space anzukündigen. Erst sendet BigCityBeats im August 2019 seine Vibes ins Weltall zur ISS – bis das Club-Raumschiff dann im Januar 2020 nach Düsseldorf zur BigCityBeats World Club Dome Winter Edition steuert. Zur ersten großen Party des Jahres kommt kein Geringerer als der seit drei Jahren amtierende DJ-Weltranglisten Erste: Martin Garrix. Und auch die Sommerausgabe des All-umfassenden Club-Happenings wurde verkündet: Am 5., 6. und 7. Juni 2020 wird Frankfurt erneut zur irdischen Homebase der Club Music.