Kultur

Picasso-Museum Paris

Der Maler und der Comic

Archivartikel

Pablo Picasso las für sein Leben gern Comics, und das Genre hat auch sein Werk beeinflusst. Mit der Ausstellung „Picasso et la bande dessinée“ (Picasso und der Comic) hat das Pariser Picasso-Museum am Dienstag nach mehr als viermonatiger Corona-Zwangspause wieder seine Türen geöffnet. Illustriert wird, wie sich in der Kunst des Spaniers Comic-typische Merkmale wie aufeinanderfolgende Einzelbilder und Textsegmente niedergeschlagen haben. Man habe eine unbekannte Seite des Malers (1881 –1973) zeigen wollen, sagte Direktor Laurent Le Bon.

Mehrere übereinstimmende Quellen zeugten von Picassos Comic-Begeisterung, erklärte Le Bon. So soll der Meister des Kubismus gesagt haben, dass er in seinem Leben nur eines bedaure, und das sei, dass er keine Comics gemalt habe. Vor allem in seinen Papierarbeiten spiegelt sich deren Einfluss wider, wie in der Radierung „Francos Traum und Lüge“ aus dem Jahr 1937 zu sehen ist. Darauf ist cartoonhaft in verschiedenen Situation der spanische Diktator abgebildet.

In der bis zum 3. Januar dauernden Ausstellung wird auch gezeigt, wie Picassos Leben und Werk weltweit Comic-Zeichner inspiriert hat, wie Gotlib, Clément Oubrerie und den vielfach ausgezeichneten US-Amerikaner Art Spiegelman. Die Comics über Picasso seien fast schon ein eigenständiges Genre geworden, so Le Bon. dpa

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