Kommentar

Viel zu spät

Roger Scholl zur Reparatur der Pumpe am Vogelstangsee

Die beiden Vogelstangseen sind eines der beliebtesten Naherholungsgebiete unserer Stadt überhaupt. Spaziergänger, Ausflügler, Modellbauer – junge und alte Menschen nicht nur aus dem Stadtteil, sondern weit darüber hinaus nutzen das Idyll, um in der Natur zur Ruhe zu kommen oder ihrem Hobby nachzugehen. Ist dieses Erlebnis getrübt, wie jetzt durch die ausgefallene Pumpe, geht der Erholungswert gegen Null. Schließlich regen sich die Spaziergänger zu Recht darüber auf, dass die Stadt hier mehr als zwei Monate benötigt hat, um eine defekte Pump-Anlage zu reparieren. Doch in der stinkenden, trüben Brühe wurde mutmaßlich das Leben von Tieren gefährdet, und das ist viel gravierender. Aber dass die sprudelnden Fontänen das Wasser im Oberen See mit Sauerstoff versorgen und dass niedrige Pegelstände und hohe Temperaturen in der Folge die Wasserqualität weiter verschlechtern, musste man doch wissen. Daher ist es vollkommen unverständlich, warum die Reparatur so lange – viel zu lange – gedauert hat.