Kommentar

Standhafte Betriebe

Alexander Jungert zur Bilanz des Außenhandels

Die regionale Wirtschaft ist stark im Außenhandel. Seit Jahren steigt die Exportquote, im Ausland wird gutes Geld verdient. Das haben sich Unternehmen hart erarbeitet. Sie sind wettbewerbsfähig – deshalb können sie sich selbstbewusst möglichen Krisen durch den Brexit oder durch internationale Handelskriege stellen.

Klug haben Konzerne und Mittelständler Netzwerke in der ganzen Welt geknüpft, Lieferwege geschaffen. Das Siegel „Made in Germany“ ist zum Sinnbild für Qualität geworden. Vor allem deutsche Maschinen genießen überall einen guten Ruf. Der Innovationsgrad ist hoch, auch in Gegenden, in denen man es nie vermuten würde. Im Odenwald zum Beispiel sitzen relativ kleine Betriebe, die Marktnischen für sich nutzen. Sie entwickeln Produkte, die außer ihnen keiner im Angebot hat.

Selbst wenn der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union größere Probleme schafft: Asiatische Schwellenländer stehen für Produkte aus Deutschland und aus der Region Schlange. China und Indien zum Beispiel gehören trotz schwächer gewordener Raten zu den Wachstumsmärkten. Investitionen in Infrastruktur oder Medizintechnik sind dringend nötig, das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben. Trotz aller Unsicherheit gibt es im Exportgeschäft derzeit keinen Grund, völlig schwarz zu sehen.

 
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