Kommentar

Schwieriger Stand

Stefan Skolik zur Karriere von Nico Hülkenberg

 

Nico Hülkenberg hat in seiner Karriere mehrfach bewiesen, dass er ein Siegfahrer sein kann: In der GP2, der Formel3 und der A1-GP-Serie holte er sich die Meisterschaft. 2015 triumphierte er in Le Mans - der Emmericher besitzt zweifelsohne die Klasse eines Topfahrers. Doch in der Formel 1 reicht das alleine nicht aus - sitzt ein Pilot nicht in einem Spitzenfahrzeug, kann er bestenfalls an die Top drei heranfahren, ihnen aber nie gefährlich werden.

Schnell, zuverlässig, konstant, inzwischen mit einer großen Portion Erfahrung - Hülkenberg hätte es schon lange verdient, ein Cockpit in einem Topwagen zu bekommen. Doch für den 30-Jährigen ging es in seiner Königsklassen-Karriere bislang immer darum, überhaupt in einem Team unterzukommen.

Zum einen ist die Konkurrenz der Pay-Driver riesig - und Hülkenberg konnte noch nie mit Sponsoren-Millionen winken. Zum anderen hat er vielleicht auch bei der Eigenvermarktung einen etwas schwierigeren Stand als einst ein Nico Rosberg oder gar ein Sebastian Vettel. Gerade aber solche weiche Faktoren führen einen Piloten irgendwann zu seinem Spitzenteam. Vielleicht gelingt es Hülkenberg aber auch, den Renault-Rennstall zu genau solch einem Team zu formen.

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