Kommentar

Reden ist Gold

Klaus Backes: Infor-mationspolitik ist unzureichend

Auch in Schriesheim sollte sich herumgesprochen haben: Rodungen von Büschen und Bäumen sorgen für Ärger. Um so wichtiger ist es, die Bürger vorab zu informieren und sie einzubinden. Das ist beim Projekt Mergel nicht geschehen – wie bei anderen Themen in jüngster Vergangenheit auch. Ein Beispiel: Die Verwaltung hätte sich durch frühzeitige Information der Vereine über die Sicherheitsauflagen für Veranstaltungen in städtischen Gebäuden viel Ärger ersparen können. Ein anderes: Ebenfalls überfahren fühlten sich die Teilnehmer von der späten Verkündigung der Sicherheitsrichtlinien für den Mathaisemarkt-Festzug. Nun kann man darüber streiten, ob die Sicherheitsvorschriften sinnvoll sind. Doch im Kern geht es um etwas anderes: um die unzureichende Informationspolitik der Stadt.

Runde Tische gelten als probates Mittel, um alle Beteiligten einzubinden. Auch in Schriesheim wird sich ein Platz finden lassen, um Informationen frühzeitig auszutauschen. Apropos Information: Leider war es nicht möglich, vom Bauamt, das die Federführung bei dem Projekt im Mergel hat, eine Stellungnahme zu erhalten. Eine telefonische Auskunft wurde verweigert; die einwöchige Suche nach einem Gesprächstermin scheiterte. Auch hier gibt es Verbesserungsbedarf. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold: Für die Verwaltung sollte die Umkehrung des Sprichworts gelten.