Kommentar

Nur ein Anfang

Peter W. Ragge zum neuen Anlauf für den „Tag der Helfer“

Die Absage 2011 wirkte wie ein Alarmsignal. Auch wenn damals konzeptionelle Mängel, Terminkollisionen und interne Reibereien mit Schuld am Scheitern des Veranstaltungskonzepts waren – dass der Tag der Helfer nun sieben Jahre lang ausfiel, war bedauerlich. Schön, dass daher jetzt der Veranstalter der Gewerbeschau in Feudenheim die Initiative ergriff, diesen Tag wiederzubeleben.

Aber mehr als ein Anfang kann das nicht gewesen sein. Sicherlich blieb nicht nur wegen des strahlenden Frühsommerwetters der früher am Technoseum beim „Tag der Helfer“ oft erlebte Publikumsansturm aus. Zwei Vorführungen in einem Vorort, ein eher dürftiger Fahrzeugpark als Ausstellung – das ist zu wenig.

Viele Bürger wissen es nämlich nicht – aber es sind Ehrenamtliche, die ihre Freizeit aufwenden, in der Not zu helfen. Auch wenn Mannheim über eine hoch qualifizierte Berufsfeuerwehr und viele Hauptamtliche im Rettungsdienst verfügt, so haben sich freiwillige Helfer zur Unterstützung als völlig unverzichtbar erwiesen. Bei Badeunfällen geht der Piepser von DLRG-Helfern, das THW rückt bei Unwettern aus, die Freiwillige Feuerwehr wird nachts aus den Betten geholt. Ohne Sanitäter sind Popkonzerte und Sportereignisse undenkbar. Dieses Ehrenamt hat mehr öffentliche Würdigung und Werbung verdient – einen eigenen „Tag der Helfer“ eben, und zwar im Zentrum der Stadt.