Kommentar

Konzept stimmt

Archivartikel

Peter W. Ragge zum Abschluss des Stadtfests

Ein Jubiläum steht an: 30 Jahre alt wird das Stadtfest 2020. Nach zehn Jahren bekommt es dann auch eine neue Chefin – denn der bisherige Haupt-Macher geht im Herbst in Ruhestand. Er hinterlässt ein hervorragend bestelltes Feld. Die Großveranstaltung, anfangs als „Bratwurst-Fest“ angefeindet, hat sich bestens bewährt. Sie bietet ein ganz hervorragendes Kinderprogramm, zieht sehr viel und ein sehr gutes Publikum an – auch aus der Umgebung. Die Stimmung ist trotz der Menschenmassen äußerst angenehm und friedlich, viel friedlicher als manches Weinfest. Die Optik der Stände wurde mit den Jahren sehr verbessert, und durch das neue Flair der Planken hat das Fest zudem gewonnen. Das gastronomische Angebot wird wie das Bühnenprogamm von Jahr zu Jahr vielfältiger. Ob Kabarett oder Oper, ob Rock, Pop, Jazz, Soul – es ist fast alles dabei. Da kann man nicht mehr viel besser machen.

Aber Stellschrauben, an denen man drehen muss, gibt es weiter. Die neue Bühne auf dem Münzplatz, eher für Musikfreunde denn für Partyfans gedacht, ist viel zu weit abgelegen, die dorthin führende Münzgasse obendrein durch Baustelle und Kühlwägen versperrt. Da muss eine bessere Verbindung, auch durch Gastronomiestände, her. Der Kunsthandwerkermarkt ist zu arg geschrumpft, der Paradeplatz ungenutzt. Zu tun bleibt also auch da, wo das Konzept stimmt.

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