Kommentar

Geschäft mit Sicherheit

Peter Reinhardt fordert mehr Einsatz gegen Hacker

Die Erpressung von Firmen durch das Lahmlegen von Computersystemen ist ein wachsendes und für die Kriminellen lohnendes Geschäft. Die Fälle werden nur selten bekannt, weil die Geschädigten für ihre Geschäftspartner nicht als unsichere Kantonisten dastehen wollen. Mancher zahlt lieber und verzichtet auf die Anzeige bei der Polizei, um nicht aufzufallen.

Das ist sicher der falsche Weg. Die Ermittler brauchen die Informationen, um den Tätern das Handwerk zu legen. Da geht es ja auch um die Verhinderung von weiteren Straftaten. Selbst bei der Attacke auf das Ticketsystem der Stuttgarter Staatstheater tun sich die Betroffenen im Theater und im zuständigen Wissenschaftsministerium mit der Transparenz schwer. Gerade kleine Firmen und auch Handwerksbetriebe müssen mehr für die Sicherheit tun. Dabei müsste doch jedem klar sein, dass der Wettlauf zwischen Angreifern und Verteidigern der Netzwerke nicht im Vorbeigehen zu gewinnen ist.

 
Zum Thema