Kommentar

Ernstes Signal

Bettina Eschbacher zu den Plänen der BASF

Für die Wirtschaft der Region ist die BASF wie ein Frühwarnsystem. Kündigt sie ein Sparprogramm an, das auch Arbeitsplätze kosten kann, ist das ein besorgniserregendes Signal. Denn es zeigt, dass sich hier die Konjunktur stärker abschwächen könnte, als bisher erwartet. Immerhin mussten neben der BASF auch schon Daimler, HeidelbergCement, Fuchs Petrolub und Südzucker im Herbst 2018 eine Gewinnwarnung herausgeben.

Für den Arbeitsmarkt zwischen Ludwigshafen, Mannheim und dem Odenwald verheißt das nichts Gutes. Das ist noch längst keine Krise, aber zumindest gehen die Zeiten der scheinbar wunderbaren Jobvermehrung in der Region dem Ende zu.

Martin Brudermüller wiederum bringen die schwierigen Rahmenbedingungen seine erste Bewährungsprobe an der Spitze des Konzerns. Der BASF-Chef weiß aus seinen Jahren als Vorstandsmitglied, dass es wichtig ist, die Mitarbeiter vom Sinn und Nutzen des Konzernumbaus zu überzeugen. Gleichzeitig muss er ihnen aber auch vermitteln, dass dass es ihm nicht nur um Zahlen geht, sondern darum, die BASF weiterzuentwickeln und stärker zu machen.

Wie Brudermüller das angeht, ist vielversprechend: Er spricht die Beschäftigten oft und direkt an, er mahnt und macht aber auch Mut. So sichert er sich Rückhalt in der Belegschaft.