Kommentar

Endlich, die Revolution!

Martin Geiger über gemietete Kinderkleider

 

Die Idee ist so naheliegend, dass sie bestimmt schon an jedem zweiten Wickeltisch des Landes diskutiert worden ist. Jetzt wird sie umgesetzt, Tchibo bietet bald Kinderkleidung zum Mieten an. Und wird mit diesem Geschäftsmodell sicher Erfolg haben – vielleicht sogar eine kleine Revolution auslösen.

Vorbei sind die Zeiten, in denen sich zu Hause die Kisten mit Klamotten stapeln („Muss er/sie erst noch reinwachsen“) und in den Schränken Säcke sammeln („Für den nächsten Flohmarkt“/„Für das Kind der Freundin, das aber noch zu klein ist“). Die durchschnittliche Nutzungszeit eines Stramplers, einer Strumpfhose, eines T-Shirts liegt gefühlt bei ein paar Monaten. Da macht Mieten deutlich mehr Sinn als Kaufen. Zumal die Kleider meist ja noch in gutem Zustand sind, wenn sie wieder in den Kisten und Säcken verschwinden.

Vier Euro pro Monat erscheint zwar recht happig. Dennoch wird das neue Angebot bei vielen Eltern sicher auf großes Interesse stoßen. Ebenso wie bei Tchibos Konkurrenz.